Osttangente für Augsburg: Planungsstart im Januar

Die Osttangente Augsburg ist seit gestern im „Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen“ gesetzlich fixiert und im vordringlichen Bedarf eingestuft. Noch im Januar sollen die konkreten Planungen beginnen. Die Gesamtlänge beträgt rund 16 Kilometer, die Kosten werden auf 133 Millionen Euro geschätzt. (Foto: Grafik: Staatliches Bauamt)
Das ging zackig: Kurz nach der Entscheidung des Deutschen Bundestags zum „Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen“ Freitagvormittag, meldete sich auch schon das Staatliche Bauamt in Augsburg. In einer Pressemitteilung kündigte Uwe Fritsch, Bereichsleiter Straßenbau, an, mit den konkreten Planungen für die umstrittene Osttangente im Januar zu beginnen.
Es sei vorgesehen, die Strecke von rund 16 Kilometern Gesamtlänge und einem geschätzten Investitionsvolumen von 133 Millionen Euro entsprechend der unterschiedlichen Anforderungen und Rahmenbedingungen in zwei Planungsabschnitte zu unterteilen:

Nordabschnitt: Baulänge 8,7 Kilometer, zweibahniger Ausbau zwischen Friedberg (A 8) und Kissing.
Südabschnitt: Baulänge 7,1 Kilometer, Ortsumfahrung Kissing/Mering.

Ein wichtiges Element der ersten Planungsphase, die nun beginne, sei die Verkehrsuntersuchung. Sie soll objektiv Auskunft geben über die verkehrlichen Wirkungen des Projekts, „aber auch die Grundlage sein für die Entscheidung, wie viele Fahrbahnen beziehungsweise Fahrstreifen die Ortsumfahrung Kissing/ Mering bekommen soll“, heißt es.
Kernthema der Vorplanung sei zudem die Umweltverträglichkeitsstudie, die die Auswirkun-gen aller sich in technischer Hinsicht aufdrängenden Trassenvarianten auf die Schutzgüter erfasst und bewertet (Variantenuntersuchung). Ein weiteres Thema sei die Ermittlung und Bewertung der Auswirkungen des Projekts auf europarechtlich geschützte Tierarten und Lebensräume (FFH-Verträglichkeitsprüfung). Das Staatliche Bauamt werde die betroffenen Kommunen frühzeitig in die Planungen einbinden.
Innerhalb von zwei Jahren will das Staatliche Bauamt die Vorplanung für beide Abschnitte abschließen, „so dass im Anschluss nach einer ausführlichen öffentlichen Diskussion der Ergebnisse und gegebenenfalls einem Raumordnungsverfahren eine abschließende Trassenentscheidung getroffen werden kann“, so Uwe Fritsch.

Von Robert Edler
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