Samstags-Markt am Friedberger Marienplatz

Friedberg: Friedberg | Soll es auf dem Marienplatz künftig einen Samstags-Wochenmarkt geben? Eine Mehrheit des Friedberger Stadtrats ist dafür, der Aktiv-Ring ebenfalls. Schon seit einiger Zeit gab es Überlegungen für ein zusätzliches Angebot neben dem beliebten Freitags-Markt. Früher in der engen Jungbräustraße untergebracht, wurde er 2002 nach kontroverser Debatte auf den Marienplatz verlegt. Die Stadtverwaltung hat für den Samstag verschiedene Möglichkeiten geprüft, acht Interessenten konnten bisher für die Teilnahme gewonnen werden.
Für einen Markt am Wochenende sprechen laut Bürgermeister Roland Eichmann vor allem die Stärkung der Kernstadt sowie eine Belebung der Innenstadt. Wenn er jetzt ab Herbst eingeführt wird, fallen Parkplätze am Marienplatz weg und die Mitarbeiter des Bauhofs Überstunden machen müssen. Auch die Behinderten-ToiIlette im Rathaus soll geöffnet werden.
Geplant ist, dass samstags von 9 bis 14 Uhr Speisen sowie alkoholische und nicht-alkoholische Getränke verkauft werden und das Ganze einen gewisssen Event-Charakter bekommt; so soll es unter anderem auch Crepes, Grillwürstchen, Pizza, Blumen, Gemüse und so weiter geben. Claudia Eser-Schuberth (Grüne) bewertete diese Pläne das in der jüngsten Stadtratssitzung sehr positiv: „Das ist eine Chance für Berufstätige, in Friedberg auf den Markt zu gehen.“ Für das letzte September-Wochenende ist sozusagen als Test ein italienischer Spezialitäten-Markt mit zehn Ständen am Marienplatz zugelassen.
Für die Werbung zur Einführung eines zweiten Marktes stellt die Stadt Friedberg in ihrem Haushalt 5000 Euro bereit. Wenn am Marienplatz samstags Veranstaltungen stattfinden, sollen die Verkaufsstände auf den St. Jakobs-Platz verlegt werden.
Bei den Händlern des Freitags-Marktes herrscht große Skepsis gegenüber der neuen Konkurenz: Sie befürchten erhebliche Umsatzeinbußen und haben bereits angekündigt, auf den Wochenmarkt am Freitag zu verzichten. Weil er zu einem der attraktivsten und umsatzstärksten in der Region zähle, solle man ihn nicht aufs Spiel setzen. Für Eichmann wäre sogar noch ein dritter Markt denkbar, der am Dienstagnachmittag im Umfeld des Finanz- und Gesundheitszentrums stattfinden könnte.
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