Stadtrat Friedberg: Projektgruppe soll Konzept umsetzen

Die Jugendpflegerin Linda Greiter hieß Bürgermeister Roland Eichmann vergangenen Herbst willkommen. Foto: Stöbich
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Die neue Stadtjugendpflegerin Linda Greiter ist seit fünfeinhalb Monaten in Friedberg tätig und hat in dieser Zeit schon etliche Anregungen und konkrete Vorschläge für ein Jugendkonzept erarbeitet. Zur Unterstützung wird es unter ihrer Leitung künftig auch eine eigene Projektgruppe geben, die der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung installiert hat. Das zehnköpfige Gremium soll Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen und seine Arbeitsergebnisse über den Sozialausschuss in den Gesamtstadtrat einbringen.

Als "ständige Gäste" solle man auch die Streetworker und Schulsprecher mit aufnehmen, sagte Claudia Eser-Schuberth (Grüne) in der Diskussion. Neben Greiter und Bürgermeister Roland Eichmann werden der Projektgruppe unter anderem auch Vertreter des Jugendrates sowie der kirchlichen Jugendarbeit und Vereine angehören. Abgelehnt wurde vom Stadtrat eine Variante, bei der die Hälfte des neuen Gremiums aus Mitgliedern der Ratsfraktionen bestanden hätte.

Lernnachmittage im Jugendzentrum

Der Hintergrund: Bisher ist die Jugendkulturszene in Friedberg wenig ausgeprägt. Mit neuen Angeboten und Veranstaltungen wie dem geplanten Südufer-Festival am Baggersee soll ein Profil für eine breitere Jugendkultur geschaffen werden. Greiter hatte kürzlich den Mitgliedern des Sozialausschusses bereits einige ihrer Ideen für ein neues Konzept vorgestellt: Künftig möchte sie den Fokus auf jüngere Schüler legen, mehr schulische Hilfen anbieten, aber zum Beispiel auch zusammen mit den Jugendlichen kochen. Einmal in der Woche soll das Jugendzentrum gleich um 13 Uhr öffnen, wenn die Schule aus ist. So könnten in Zukunft auch Lernnachmittage oder eine Art Hausaufgabenbetreuung angeboten werden.

Dezentrale Treffpunkte

Dezentrale Treffpunkte, auch in den Stadtteilen, spielen in dem Konzept eine wichtige Rolle. Außerdem will Greiter die städtische Jugendarbeit in der Stadtgesellschaft besser vernetzen, sei es mit der Jugendsozialarbeit an Schulen, sei es mit der Asylarbeit. Für ältere Jugendliche ist das Friedberger Jugendzentrum wenig attraktiv, auch weil es bei lauter Musik Probleme mit der Nachbarschaft gibt; deshalb will man alternative Konzepte und dezentrale Lösungen erarbeiten.
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