Vernünftige Entlastungsstraßen


In der Diskussion um die Osttangente meldet sich Landrat Dr. Klaus Metzger zu Wort und verdeutlich noch einmal die Position des Landkreises Aichach-Friedberg: "Im Bundesverkehrswegeplan ist das hinterlegt, was vor Jahren angemeldet wurde - das ist also nicht wirklich überraschend. Jedoch muss das nicht das sein, was tatsächlich realisiert wird. Und es ist vor allem nicht das, was der Kreistag am 9. März mit deutlicher Mehrheit beschlossen hat." Der Kreistag wolle Entwicklungsmöglichkeiten für den Landkreis, vernünftige Entlastungsstraßen für die Bürger in Friedberg, Kissing und Mering - aber keinen autobahnähnlichen Ausbau. Metzger: "Das wurde auch öffentlich nie anders dargestellt. Deshalb habe ich am vergangenen Donnerstag unsere Position explizit als Einwendung beim Bundesverkehrsministerium eingereicht."

Den Beschluss des Kreistags hatte der Landrat bereits direkt nach der Sitzung im März an den Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, den Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann und an die Bundestagsabgeordneten Hansjörg Durz, Ulrich Lange und Gabriele Fograscher geschickt. "Wir sehen die Notwendigkeit einer Entlastung von Friedberg, Kis-sing und Mering und sind froh, dass die Strecke im Verkehrswegeplan aufgenommen ist. Mir ist es jedoch wichtig, dafür zu Sorge zu tragen, dass unsere Vorgaben nun in die weiteren Planungen eingehen", so der Landrat. Der Beschluss des Kreistags vom 9. März fordert laut Metzger den verkehrsgerechten Ausbau der AIC 25 und des Chippenham Rings im Bereich Friedberg/Autobahnanschluss Derching bis zur Einmündung des Chippenham Rings in die Meringer Straße. Ab dieser Einmündung soll der Straßenzug seine Fortführung über die B 2 mit einer Umfahrung von Kissing und Mering-St. Afra finden und keinen autobahnähnlichen Ausbau erhalten - vor allem in diesem Punkt unterscheide sich die Auffassung des Kreistags von dem Entwurf des Verkehrsministeriums.

Weiter heißt es in der nun als Einwendung hinterlegten Resolution des Kreistags: "Der Teilabschnitt zwischen Autobahnanschluss Friedberg/Derching und Meringer Straße ist so zu gestalten, dass die verkehrstechnischen und verkehrsrechtlichen Voraussetzungen zu einer Entlastung Friedbergs dahin gehend führen, dass der Durchgangsverkehr von der B 300 auf die A 8 abgeleitet wird. Die gesamte Trasse soll den Status einer Bundesstraße erhalten und möglichst flächensparend auf Bestandsstraßen verwirklicht werden. Den Belangen der Landwirtschaft sowie des Umwelt- und Naturschutzes ist dabei Rechnung zu tragen." Laut Landrat Metzger ist das ein deutlicher Hinweisauf den vieldiskutierten vierten Teilabschnitt.

Die Einwendung soll in Einvernehmen mit Bundestagsabgeordneten Hansjörg Durz und Landtagsabgeordneten Peter Tomaschko erfolgt sein, die diese Position auch von Beginn der Diskussion an teilten. (pm)
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