Dirtbiker wollen in Friedberg hoch hinaus

Am Samstag, 2. August, werden Dirtbiker aus ganz Europa nach Friedberg kommen. Die jungen Fahrer hoffen auf viel Publikum und darauf, vom Marktsonntag zu profitieren.

Wer auf waghalsige Sprünge, beeindruckende Tricks und spektakulären Sport steht, der sollte sich einen Termin rot im Kalender anstreichen: Am Sonntag, 2. August, macht die Deutsche Freestyle Mountainbike Tour und FMB Worldtour Halt in Friedberg. Dirtbiker aus ganz Europa werden beim Dirtcontest in Friedberg um wichtige Punkte fahren. Erwartet werden unter anderem Fahrer aus Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz und Tschechien. Los geht es um 14 Uhr mit der Qualifikation, um 17 Uhr startet das Finale. Für Essen und Getränke ist gesorgt, ebenso für Stimmung: Ein DJ wird dem Publikum einheizen.

"Für Kinder ist es oft besonders spannend, zu sehen, wie die Fahrer mit ihren Rädern durch die Luft fliegen", weiß Dominik Erd aus der Friedberger Dirtbike-Clique, der selbst beim Contest antreten wird. Er hofft auf viele Zuschauer und darauf, vom Marktsonntag zu profitieren, der am selben Tag stattfinden wird. "Vielleicht machen ja ein paar Besucher des Marktsonntags auch einen Abstecher zu unserer Strecke. Das lässt sich doch super verbinden", meint der 21-Jährige.

Das wünscht sich auch der Friedberger Fahrer Benedikt Schatz, der die Organisation des Dirtcontests übernommen hat. Dabei kann er auch auf die Unterstützung der Stadt zählen, was den jungen Dirtbiker besonders freut: "Es ist eine große Hilfe, wenn Menschen hinter einem stehen, die sich mit der Organisation von Großevents auskennen." Auch Dominik Erd betont: "Für das Engagement des Bürgermeisters, des städtischen Baureferats und Gregor Pfundmeir sen. sind wir wirklich sehr dankbar."

Unterstützung wollen die beiden Dirtbiker in Zukunft dem Nachwuchs bieten. Um den ganz jungen Fahrern den Einstieg zu erleichtern, planen Schatz und Erd eine Strecke für Kinder. Seit zwei Jahren trainieren sie bereits Kinder in der Augsburger Rollsporthalle "BlueBox". Wer den Sport ausprobieren möchte, dem empfehlen sie die Augsburger Halle zu kontaktieren oder einfach die Friedberger Sportler beim Contest anzusprechen. Sie seien gerne bereit, Neulinge an das Dirtbiken heranzuführen.

"Den Sport gibt es seit circa zehn Jahren", so Erd, "seitdem sind die Anforderungen extrem gestiegen, weil sich immer mehr Leute für das Dirtbike begeistern, das Material ständig besser wird und die Erfahrung zunimmt." Wer Dirtbike fahren will, braucht Mut und Respekt. "Respekt sollte man haben", erzählt Erd, "aber keine Angst. Angst lähmt." Dass das Dirtbike-Fahren kein verletzungsarmer Sport ist, kann Erd bestätigen: Allein im vergangenen Jahr hat er sich zweimal die Schulter ausgekugelt.

Trotzdem sagt der leidenschaftliche Dirtbike-Fahrer: "Ich könnte nicht mehr ohne den Sport". Vor drei Jahren übernahm er mit Freunden die Strecke in Friedberg neben der Deponie "Lueg ins Land", die ursprünglich von Gregor Pfundmeir jun. und Dominik Brunner ins Leben gerufen worden war. Ohne deren Einsatz gäbe es die aktive Dirtbike-Szene in Friedberg wohl nicht. Zusammen organisieren die Fahrer immer wieder kleinere und größere Events, treffen sich zu Trainings-Sessions oder bearbeiten ihre Trails. Vor allem das Instandhalten der Strecke nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, weil alles per Hand geschaufelt wird. Deshalb ärgern sich die Dirtbiker ganz besonders, wenn die Trails als Spielplatz genutzt werden oder Fußgänger die Rampen rauf und runter laufen. "Alles, was man mit der Schaufel wieder reparieren muss, geht vom Training ab", erklärt Erd.

Jetzt freuen sich die Dirtbiker aber erst mal auf den großen Contest im August und hoffen auf gutes Wetter. Der Ausweichtermin im Fall von Regen ist Sonntag, 9. August.
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