TSV Friedberg verliert bei der HSG Konstanz

Die Friedberger Erste hat bei der HSG Konstanz mit 21:30 (9:19) verloren. Der Start missglückte, bis zur Pause dominierte der Fünfte die Begegnung. Aber der TSV kämpfte und entschied schließlich sogar den zweiten Durchgang für sich.
Knapp 800 Zuschauer wollten die Begegnung zwischen dem Fünften und den Herzogstädtern sehen. Die Gäste konnten erstmals seit längerem wieder mit zehn Feldspielern auflaufen. Aber dieser Vorteil sollte sich zunächst nicht bemerkbar machen.

Friedberg agierte vorne zu undiszipliniert und schloss seine Angriffe überhastet ab. Die aufmerksame Konstanzer Abwehr, sie hat ligaweit die wenigsten Treffer zugelassen, hatte keine Mühe, in Ballbesitz zu kommen. Hinzu kamen einige technische Fehler von Seiten der Gäste, so dass Konstanz früh deutlich in Führung gehen konnte. Aus einem 2:3 machte die HSG ein 3:7 nach neun Minuten.
Friedberg fehlte ein Rezept, um im Positionsspiel echte Torgefahr herzustellen. Das Konstanzer Blockspiel war ausgezeichnet, auch der Keeper der Gastgeber wusste zu überzeugen. Friedberg tat sich vorne in der gesamten ersten Hälfte extrem schwer. Die Angelegenheit machte da die Verletzung von Tizian Maier nicht besser: Er war nach 20 Minuten auf den Ellenbogen gefallen, dieser schwoll heftig an und der Friedberger Mitte konnte nicht mehr eingesetzt werden. Konstanz führte zu diesem Zeitpunkt mit 7:13.

Der Offensivplan der Gäste lautete, Tore aus der Aktion durch die Deckung zu erzielen, um so gegen die körperlich überlegenen Abwehr zu bestehen. Aber die Konstanzer blieben wach und verteidigten aktiv, die Herzogstädter kamen nur selten durch. Die Ballverluste im Angriff nutzte die HSG zu einigen schönen Kontern aus. Insgesamt machten die Gastgeber zwölf ihrer 30 Treffer durch Tempogegenstöße.
Zur Pause lag Friedberg mit 9:19 zurück. Trainer Mirko Pesic versuchte seine Mannschaft dazu zu motivieren, im zweiten Durchgang eine kämpferische Steigerung zu zeigen und die Quote der Ballverluste zu senken. Abschlachten wollte sich beim TSV Friedberg niemand lassen.

Und nach Wiederbeginn waren die Herzogstädter auch besser drin in der Partie. Das zehnte Tor gelang Fabian Abstreiter schon nach 79 Sekunden. Friedberg kämpfte jetzt und zeigte sich vor allem in der Abwehr verbessert.

Konstanz wechselte jetzt viel, die HSG verwaltete ihren großen Vorsprung. Aber der TSV spielte jetzt auch besser, die Mannschaft verlor vorne nicht mehr so oft den Ball und schaffte einige schön heraus gespielte Tore. Mitte der zweiten Hälfte war beim 16:26 der alte Abstand von der Pause gehalten worden.
Fabian Maier – Hasselmann sah 13 Minuten vor dem Ende jedoch direkt Rot wegen gefährlichen Spiels. Der Friedberger hatte einem Gegenspieler den Ball aus der Hand geschlagen, der gerade im Sprung war. Diese Hinausstellung schwächte den TSV weiter.

Trotzdem brachte Peter Haggenmüller seine Farben mit dem 20:27 bis auf sieben Tore heran. Friedberg kämpfte in der gesamten zweiten Halbzeit aufopferungsvoll, die Mannschaft verteidigte gut und machte nur wenig einfache Fehler.
In den letzten sechs Minuten fehlte dann aber etwas die Kraft, darum erhöhte die HSG den Abstand noch um ein paar Tore. Andreas Dittiger blieb es mit dem letzten Tor der Begegnung vorbehalten, das 21:30 und damit den Gewinn der zweiten Hälfte für den TSV sicherzustellen. Dieser Achtungserfolg belegt die gute kämpferische Vorstellung der Herzogstädter nach dem schlechten Start in die Partie.
Trainer Mirko Pesic ärgert sich über die ersten Minuten: „Leider haben wir den Anfang völlig verschlafen. Konstanz hat eine sehr gute Mannschaft, sie hat unsere Fehler sicher ausgenutzt. Gegen diese harte Abwehr fehlten uns oft die Mittel. Der Ausfall von Tizian und später auch noch von Fabian hat es nicht leichter gemacht. Aber immerhin haben wir uns in der zweiten Hälfte gesteigert. Mehr war aber heute nicht drin, da dürfen wir uns nichts vormachen. Im nächsten Heimspiel wollen wir uns besser präsentieren.“

V. Petersdorff; Matijevic; Schnitzlein (3); Haggenmüller (2); Wagenpfeil (1); Augner; Schwarz (1); Schneck (3); Maier – Hasselmann (3/2); Maier (2); Dittiger (2); Abstreiter (4).

Domenico Giannino (gia)
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