Amokfahrt: Verwirrter 33-Jähriger flüchtet im Auto vor der Polizei

Ein 33-Jähriger hat sich am Samstagvormittag mit der Polizei eine Verfolgungsjagd zwischen Gablingen und Biberbach geliefert. Der offenbar verwirrte Mann raste ohne Rücksicht auf Verluste eine halbe Stunde über Feldwege und Ortsverbindungsstraßen. Schadensbilanz: zwei verletzte Polizisten und 17.000 Euro Schaden. (Foto: Christoph Maschke/Symbolbild)

Ein 33-Jähriger hat sich am Samstagvormittag mit der Polizei eine Verfolgungsjagd zwischen Gablingen und Biberbach geliefert. Der offenbar verwirrte Mann raste ohne Rücksicht auf Verluste eine halbe Stunde über Feldwege und Ortsverbindungsstraßen. Schadensbilanz: zwei verletzte Polizisten und 17.000 Euro Schaden.

Gegen 11.15 Uhr ging in der Einsatzzentrale der Polizei ein sonderbarer Notruf ein: Ein Mann teilte mit, dass in Stettenhofen eine augenscheinlich verwirrte Person in einen Ford gestiegen und davon gefahren sei. Zuvor hätte der Verwirrte den Anrufer aufgefordert, mit ihm zu kommen, weil "sonst etwas Schlimmes passieren würde". Als der Anrufer der Aufforderung nicht nachkam, gab ihm der Autofahrer seinen Personalausweis, seinen Führerschein und seinen Fahrzeugschein und fuhr dann in Richtung Gablingen davon.

Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein und tatsächlich entdeckte die Beamten das gesuchte Fahrzeug im Bereich der Gablinger Siedlung. Auf das Anhaltesignal Polizei reagierte der Fahrer nicht. Stattdessen flüchtete er 30 Minuten lang über verschiedene Feldwege, Ortsverbindungsstraßen und mehrere Male durch die Zollsiedlung bei Biberbach.

Dabei rammte er im Erlinger Weg den Anhänger eines entgegenkommenden Pkw-Anhänger-Gespanns. Wenig später fuhr er aus einem Feldweg auf die Ortsverbindungsstraße Langweid – Biberbach. Den dort stehenden Streifenwagen rammte er seitlich. Dabei platzte sein linker Vorderreifen. Dessen ungeachtet fuhr er weiter und wollte in der Zollsiedlung wieder in den Erlinger Weg abbiegen. Dabei verlor er die Kontrolle über den Ford und fuhr über den Gehweg, stieß gegen die Stange eines Verkehrsschildes und prallte dann gegen den Betonsockel eines Metallzaunes des dortigen Anwesens.

Trotz seines erheblich beschädigten Fahrzeugs legte er den Rückwärtsgang ein und wollte erneut flüchten. Dies konnten zwei Streifenwagen verhindern, indem diese den Ford von hinten blockierten.

Bei der anschließenden Festnahme leistete er heftigen Widerstand und verletzte zwei Polizeibeamte leicht. Der 33-jährige Mann aus dem Landkreis Donau-Ries wurde ins Bezirkskrankenhaus Günzburg gebracht. Er war nicht alkoholisiert. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Der Gesamtsachschaden beträgt 17.000 Euro.
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