Bund Naturschutz, Ortsgruppe Gablingen-Lützelburg

Vogelbrutinsel
 
Größte Uferschwalbenkolonie



Zwei Badeweiher in Gablingen?
Gibt es einen vorderen und einen hinteren Badeweiher in Gablingen, wie die Augsburger Allgemeine kürzlich sehr naiv berichtet hat? Natürlich nicht, es gibt einen Badesee, den die Gemeinde vom Eigentümer gepachtet hat und den der Bauhof auch zuverlässig sauber hält, die Liegewiese mäht und für Ordnung auf den neu angelegten Parkplätzen sorgt.


Hier tummeln sich an Sonnentagen Mütter und Väter mit jungen Kindern, weil es hier so schön flach ins Wasser geht und man auf der Wiese gut spielen und sich ausbreiten kann, Platz ist genug.

Bloß ist das Wasser halt leider nicht an allen Stellen so prickelnd, vor allem im hinteren östlichen Teil gibt es einen dichten Teppich an Bewuchs, den viele Schwimmer unangenehm finden und der den See eher unsauber aussehen lässt, obwohl die Wasserqualität gut ist.

Abgesperrte Fläche trotzdem attraktiv

Dann gibt es aber noch eine Wasserfläche in der Kiesgrube dahinter, etwas versteckt, versperrt durch eine Schranke, weil es sich hier um privates Gelände handelt und dort auch weiter Kies abgebaut wird und die Kieslaster fahren. Dort ist das Betreten eigentlich verboten. Hier lockt sauberes kühles Wasser, ideal zum Schwimmen, aber halt im rohen Kiesgelände, ohne Grün und das gefällt offenbar besonders den jungen Leuten.Die kommen nicht nur zum Baden, sondern auch in größeren Gruppen und oft von auswärts zum Feiern und Feuermachen und Campieren bis weit in die Nacht

Da hat zunächst der Eigentümer ein Problem mit dem zurück gelassenen Müll und den Feuerstellen, das größere Problem aber mit der Widmung des ganzen Gewässers als Ausgleichsfläche für die Eingriffe beim Kiesabbau. Hier soll eine grüne Zone entstehen als Brutzone für Wasservögel und für Amphibien und natürliche Vielfalt insgesamt. Ein erster Schritt ist bereits getan mit der Aufschüttung einer Insel über die ganze Länge der Wasserfläche, die der Vogelwelt geschützte Brutmöglichkeiten bieten wird.


Kompromiss zwischen Naturschutz und Freizeitspaß?

Leider verträgt sich das nun halt gar nicht mit der gegenwärtigen Freizeitnutzung und so war die Frage bei der Exkursion der Ortsgruppe des Bund Naturschutz mit dem Betriebsleiter des Kiesunternehmens, ob es einen Kompromiss geben könnte zwischen Naturwidmung und Freizeitnutzung. Als kurzfristige Lösung zeichnet sich ab, zunächst den Zugang zum südlichem Teil der Wasserfläche mit Bauzaun etc. zu erschweren mit Betretungsverbot für die Insel. Zum Schwimmen bliebe dann immer noch die nördliche Wasserhälfte von der LKW-Zufahrt her.

Das wird man aber unseren Bürgern auch nur schmackhaft machen können, wenn der Badesee attraktiver gemacht wird, vor allem entkrautet wird. Das geht mit Mähbooten wie kürzlich am Bergheimer Weiher praktiziert, aber das kostet und hier liegt nun der Ball im Feld der Gemeinde.

Der zweite Teil der gut besuchten Exkursion galt der Uferschwalbenkolonie beim Trentelberg. Da gibt es nur Gutes zu berichten, eine unglaubliche Anzahl von Brutröhren in diesem Jahr und durch Absprachen mit den Fahrern sind die Störungen durch Geländemotorräder weitgehend unterblieben.



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