Musik mit originellen Ansagen

ASM-Jugendleiter Manfred Wagner überreichte Musikerinnen des Jugendblasorchesters Lützelburg die Auszeichnung für die bestandene D1-Prüfung: (von links) Amelie Kapfer, Annalena Link, Sophie Heißerer und Luisa Wiedenmann. Foto: privat

Zu einer lieb gewonnenen Tradition haben sich die beiden Konzerte des Jugendblasorchesters Lützelburg, „JBL in Concert“ und das „Kaffeekonzert“ entwickelt. Beide Veranstaltungen waren wieder bis auf den letzten Platz besetzt.

Dabei unterhielten das Jugendblasorchester und sein Vororchester die Zuhörer einmal mehr in gewohnter Weise mit einem abwechslungsreichen Programm, das für jeden Geschmack etwas bot. Den Auftakt machte das Vororchester unter der Leitung von Stefan Vogl mit „Colors Of Time“, „Ballata“ - mit der Solistin Alexandra Hüller an der Oboe - und dem Thema des James‐Bond‐Films „Skyfall“. Im Anschluss daran zeigte das Jugendblasorchester mit seinem Dirigenten Ulrich Fischer sein Können mit dem ersten Satz des zeitgenössischen musikalischen Werks „Second Suite“.
Anschließend entführte „Antonin’s New World“ das Publikum mit Themen aus Dvoraks Symphonie nach Übersee. Dirigiert wurde dieses Werk von Nicolas Uhl, der als „Eigengewächs“ des Jugendblasorchesters für dieses Stück die Trompete ruhen ließ und zum Taktstock griff.
Es folgten bekannte Stücke aus Film und Musical wie „Starlight Express“ und „Pixar Movie Magic“. Aber auch Klassikliebhaber kamen mit dem „Kaiserwalzer“ voll auf ihre Kosten. Sein Talent für Komik und Humor zeigte das Jugendblasorchester bei Stücken wie „Morning Madness“. Dabei stellten die Musiker zu bekannten klassischen Melodien auch mal mit Zahnbürste und Kaffeemühle den morgendlichen Wahnsinn dar. Bei „Typewriter“, einem Stück für Klarinette (Solo: Paulina Michl) und Schreibmaschine (Jonas Anderle), wurden „alle Töne des Alphabets“ gespielt, wobei das „Q“ für den Solisten klanglich ein nicht zu übertreffender Ton war.

Beeindruckende Leistung

Beim ersten Konzert war Angela Ehinger, die Bezirksvorsitzende des Bezirks 15 im Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM), zu Gast. In ihrem Grußwort zeigte sie sich vom Können und der Nachwuchsarbeit des Jugendblasorchesters beeindruckt.
Beim zweiten Gastspiel gab es eine Reihe von Ehrungen. Der Jugendleiter des ASM Bezirk 15, Manfred Wagner, überreichte den Musikerinnen Amelie Kapfer, Annalena Link, Sarah Jirgal, Luisa Wiedenmann und Sophie Heißerer die Urkunde inklusive Anstecknadel für die mit der bestmöglichen Auszeichnung bestandenen D1-Prüfung.

Pfiffige Moderation

Zwischen den Stücken sorgten die pfiffigen und originellen Ansagen von Jonas Anderle und Nicolas Uhl für Heiterkeit: So wurden die Stücke auf Inlinern, im Jargon von „Sissi und Franz“ oder mit gekonntem Beatboxen anmoderiert.
Neben Ausflügen in das Swing‐ und Funkgenre wie „Glenn Miller Medley“ und „Funky Afternoon“ (Dirigent Stefan Vogl)) kam auch traditionelle Blasmusik mit dem „Pusztazauber“ zu Gehör.
Zum Dank gab es vom Publikum bei beiden Konzerten stürmischen Beifall. (pm/spr)
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