Enge Haushaltslage

Gablingens Bürgermeister Karl Hörmann (Bild) freute sich darüber, dass der Haushalt seiner Gemeinde ohne Kreditaufnahme auskommt. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Der Haushaltsplan 2016 wurde vom Gemeinderat Gablingen mit einem Gesamtvolumen von rund 11,91 Millionen Euro festgestellt und einstimmig angenommen. Bürgermeister Karl Hörmann (CSM) nannte den Etat als „solide aufgestellt“. Das Ziel, für den Ausgleich keinen weiteren Kredit aufzunehmen, sei erreicht worden, stellte er bei seiner Würdigung heraus.

Das Gemeindeoberhaupt räumte allerdings ein, dass die Haushaltslage eng sei. Man müsse vorsichtig mi den Finanzmitteln umgehen, betonte er. Trotz allem seien die freiwilligen Leistungen dennoch großzügig bedacht worden.
Gemeinderat Martin Uhl (CSU) sah beim vorgelegten Zahlenwerk in der hohen Schlüsselzuweisung einen Indikator dafür, dass es um die Steuerkraft der Gemeinde nicht gut bestellt sei. Er forderte Handlungsbedarf im Bereich des Gewerbegebietes.
Thomas Wörle (SPD/BU-Fraktion) wartete mit einer Reihe von Zahlen auf. So verwies er darauf, dass sich der Verwaltungshaushaltsplan 2016, abgeleitet vom Jahresergebnis 2011, um 46 Prozent erhöht habe. Die Gemeinde investiere pro Kindergartenkind im Jahr 2.670 Euro. Dazu passe nicht zum Verhältnis der niedrigen Elternbeiträge.
Auch analysierte Wörle eine Unterdeckung im Bestattungswesen. Weiter ging er auf die Mittelbereitstellungen für den Straßenunterhalt und die öffentlichen Einrichtungen wie Wasserwerk und Kläranlage ein. Beim Gemeindewald wunderte ihn das geplante Defizit. Nicht einverstanden war er mit der teuren Denkmalthematik im Gewerbegebiet.

Hemmschuh

Unterstützung erhielt Wörle beim Thema Denkmalschutz von Thomas Wittmann (CSM). Diese Thematik sei ein Hemmschuh in Sachen Gewerbegebietsentwicklung. Positiv hob Wittmann die Abwendung einer Kreditaufnahme hervor. Aber auch er warnte davor, dass die finanziellen Spielräume nicht groß seien.
Johannes Smola (Lützelburger Liste) lobte den soliden Haushalt. Er zeigte sich erfreut darüber, dass die Steuerhebesätze nicht erhöht wurden.
Emotional diskutiert wurde die Deckungsreserve. Hier verwies Kämmerer Roland Wegner auf die gesetzliche Empfehlung einer angemessenen Ausgabenreserve. Sie könne die über- und außerplanmäßigen Ausgaben vernünftig absichern.

„Unproblematisch“

Bürgermeister Hörmann nannte in diesem Zusammenhange einen Kompromiss. Er könne sich eine Reduzierung auf ein Prozent des Verwaltungshaushalts oder maximal um die Hälfte vorstellen. Gemeinderat Christian Kaiser (Junge Bürger Gablingen) sah diesen Haushaltsposten nach eigenen Worten als „unproblematisch“. (spr)
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