Gablinger SPD enttäuscht: Kein sozialer Wohungsbau im neuen Ortszentrum

Um einen Bebauungsplan für das Gablinger Ortszentrum ging es in der letzten Gemeinderatssitzung. Es ist erfreulich, dass nach jahrelanger Planungsarbeit in absehbarer Zeit Wohnungen auf diesem zentralen Gelände entstehen sollen. Der Investor möchte 40 Wohnungen in fünf Gebäuden errichten. Ein Antrag der Fraktion SPD/Bürgerunion, einen Teil davon im Rahmen einer Förderung des sozialen Wohnungsbaues zu errichten, wurde von den anderen Ratsmitgliedern leider abgelehnt. Darüber ist die Gablinger SPD sehr enttäuscht. Sie hat sich in der Vergangenheit immer dafür eingesetzt hat. „Wir benötigen auch in Gablingen bezahlbaren Wohnraum für Mieter ohne hohes Einkommen“ sagt dazu der Ortsvorsitzende Walter Trettwer. Er erinnert auch wieder daran, dass in den ursprünglichen Planungen altengerechte Wohnungen mit dem Angebot von Betreuungsdienstleistungen vorgesehen waren. Davon ist jetzt nicht mehr die Rede. Fast schon sarkastisch klingt die Äußerung eines Vertreters des Investors in der Sitzung: „Sozialer Wohnungsbau passe nicht in die Gebietsentwicklung des Gablinger Ortszentrums.“ Auch sein Hinweis, man könnte dies an anderer Stelle in Gablingen realisieren, geht ins Leere, da bekanntermaßen keine Grundstücke zur Verfügung stehen. Jetzt werden im Ortszentrum vermutlich Eigentumswohnungen im Hochpreissegment entstehen und weniger betuchte Bürger haben wohl das Nachsehen. „Ich spüre in der Gablinger Kommunalpolitik soziale Kälte“ sagt Walter Trettwer dazu.

Walter Trettwer
Vorsitzender SPD-Ortsverein Gablingen
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