Happy End für Bürgerinitiative

Nachdem der alte Sendemast abgebaut wurde, löste sich nun der Zusammenschluss "Zum Schutz vor Gesundheitsrisiken des Elektrosmogs Gablingen" auf. Foto: Symbolbild: Archiv StaZ

Nachdem der alte Sendemast abgebaut wurde, löste sich nun der Zusammenschluss "Zum Schutz vor Gesundheitsrisiken des Elektrosmogs Gablingen" auf.

Der Aufschrei war groß. Im August 2006 errichtete der Mobilfunkanbieter E-Plus auf dem Gelände eines privaten Anwesens an der Gablinger Straße mitten in Lützelburg einen Sendemast. Kurz danach gründete sich die "Bürgerinitiative zum Schutz vor Gesundheitsrisiken des Elektrosmogs Gablingen". Vehement kämpfte sie all die Jahre gegen den Abbau der Einrichtung an dieser Stelle. Nun löste sich die Initiative auf.

Grund dazu war nicht Resignation und Erfolglosigkeit. Im Gegenteil: Die Initiative, zuletzt unter ihrem Vorsitzenden Heinz Müllenbeck, machte immer wieder auf ihre Anliegen aufmerksam, attackierte die Gemeinderegierung, warnte vor den Problemen mit dem Mobilfunk und unterbreitete strahlungsminimierte Lösungen. "Wir fürchten um unsere Gesundheit", wurde immer wieder insistiert.

In einer Gemeinderatssitzung informierte schließlich Bürgermeister Karl Hörmann über ein Schreiben von E-Plus, dass nach anfänglichen Anbindungsproblemen die Integration des Neustandorts für den Sendemast am 19. Dezember 2014 erfolgen solle.

Seitdem sendet der Mobilfunkanbieter vom Funkmast für den digitalen Behördenfunk (BOS) auf dem Wasserbehälter in Gablingen aus. Den Standort hatte sowohl die Bürgerinitiative als auch die Gemeinde vorgeschlagen.

Der alte Standort ging damit Ende Dezember 2014 außer Betrieb. Im April dieses Jahres wurde der Mast in Lützelburg abmontiert.

Unmut und Ärger

Damit war das Ziel der "Bürgerinitiative zum Schutz vor Gesundheitsrisiken des Elektrosmogs Gablingen" erreicht. Doch bis dahin hatte sich viel Unmut und Ärger bei den Mobilfunkmastgegnern angesammelt. Die Kritiker gingen zunächst auf Konfrontationskurs gegen das Rathaus. Immer wieder erhöhten sie den Druck für Aktivitäten und Entscheidungen gegen die Kommunalpolitik.

Dabei hatte die Gemeinde generell gesehen keine Möglichkeit, die Errichtung eines Mobilfunkmastes zu verhindern. Und so forderte die Initiative auch einen besseren Verbraucherschutz durch Information über Art, Höhe und Risiken sowie Nebenwirkungen der Mobilfunkstrahlung.

Ziel erreicht

Ein großes Licht im Tunnel sahen die Gegner im Sommer 2008. Damals wurde festgestellt, dass es sich um den ursprünglichen Sendemast um einen Schwarzbau gehandelt habe. Parallel dazu forcierte Bürgermeister Hörmann mit Nachdruck die Verlagerung des Mastes in Lützelburg.

Die Installation des BOS-Funkmastes und der Abbau der alten Einrichtung sorgten letztendlich bei der Bürgerinitiative für ein Happy End. Die folgerichtige Entscheidung war jetzt deren Auflösung.
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