Informationspolitik der Gemeinde Gablingen am Beispiel "Barrierefreier Bahnhof"

In der Gablinger Bevölkerung gab in letzter Zeit öfters Klagen über die unzureichende Informationspolitik der Gemeinde bzw. des Bürgermeisters. Jüngstes Beispiel: Seit einigen Jahren setzt sich die Gablinger SPD und die Gemeindefraktion SPD/Bürgerunion für die Barrierefreiheit an öffentlichen Gebäuden – auch dem Bahnhof – ein.

So fand bereits im September 2014 ein Lokaltermin der Gablinger SPD mit Gemeinderäten am Bahnhof statt, um auf die Probleme für Rollstuhlfahrer, Personen mit Kinderwagen, Fahrrad oder auch großem Gepäck hinzuweisen. Im Rahmen der Aktion „Rote Hand“ hat die SPD im Juni 2016 ein Fahrrad an der Fußgängerunterführung zu den Gleisen aufgestellt, um so auf die Missstände hinzuweisen.

Zukunftsinvestitionsprogramm mit dem die Barrierefreiheit kleiner Bahnhöfe gefördert wird

Gersthofen und Langweid erhalten so aus diesem Topf Fördermittel für die Schaffung barrierefreier Bahnhöfe. Die Gemeinderatsfraktion SPD/Bürgerunion wollte bereits in der Januar-Sitzung von Bürgermeister Karl Hörmann wissen, ob auch Gablingen entsprechende Fördermittel beantragt hat. In der letzten Sitzung im März informierte Karl Hörmann, dass er schon im November 2015 mit Vertretern des Landratsamtes und der Bahn über die Situation in Gablingen gesprochen hat. Das Ergebnis war, dass aus technischen Gründen der Bau eines Aufzuges nicht möglich sei und deshalb weder eine Planung noch ein Förderantrag sinnvoll sind.
„Nicht nur das Ergebnis dieses Gespräches ist enttäuschend, sondern dass vor allem erst jetzt die Bevölkerung auf Druck einer Gemeinderatsfraktion darüber informiert wird“, sagt dazu Walter Trettwer, der Vorsitzende des Gablinger SPD-Ortsvereins. Besonders befremdlich wirkt es, dass offensichtlich auch der Gemeinderat damals keine Informationen erhielt.

Suche nach anderen Möglichkeiten

Die Gablinger SPD wird sich weiterhin für die Barrierefreiheit an öffentlichen Gebäuden stark machen, auch hinsichtlich des Bahnhofes. Es muss doch noch andere technische Lösungen geben, statt auf eine Brückensanierung der Kreisstraße zu warten, die frühestens 2022 kommen wird. Walter Trettwer zur Informationspolitik der Gemeinde: „Die Gablinger SPD wünscht sich mehr Transparenz in der Gemeindepolitik mit einer frühzeitigen Information der Bevölkerung zu wichtigen Themen. Es unterliegt sicher nicht alles der Geheimhaltungspflicht, was oftmals hinter verschlossenen Türen besprochen wird.“

Walter Trettwer
Vorsitzender SPD-Ortsverein Gablingen
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