Leuchtet die JVA zu hell?

Bürger im Meinungsstreit: Die einen fühlen sich von der neuen Justizvollzugsanstalt Augsburg-Gablingen nachts durch die helle Beleuchtung beeinträchtigt, andere wiederum nicht. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Wird die neue Justizvollzugsanstalt (JVA) Augsburg-Gablingen in der Nacht zu intensiv beleuchtet? Ja, meinen etliche Bürger von Gablingen-Siedlung. Die helle Beleuchtung sei für Anwohner schon sehr markant und störend, meinten einige Besucher bei der jüngsten Bürgerversammlung.

Gemeinderat Johannes Smola (Lützelburger Liste) kann die Beschwerden nachvollziehen. Im südlichen Bereich reiche die Siedlung nah an die JVA, betont er. Da könne es bei Anwohnern nachts durchaus zu Beeinträchtigungen kommen.
Er regt an, dass die Angelegenheit von der JVA nochmals überprüft werden solle. Gleichzeitig verweist der Gemeinderat allerdings auch auf die Sicherheitslage. Die müsse man ebenfalls berücksichtigen, so Smola. Sein Vorschlag: Ideal wäre es, zwischen Siedlung und Bahnstrecke schnellwachsende Bäume zu pflanzen, um die helle Beleuchtung zu dämmen.

Bereits nachjustiert

Bürgermeister Karl Hörmann (CSM) teilte der StadtZeitung mit, dass bereits im Vorfeld der Bürgerversammlung gegen die intensive JVA-Beleuchtung etwas unternommen worden sei. So seien Strahler nachjustiert worden. Darauf habe er bereits positive Reaktionen aus der Bevölkerung erhalten. Alles andere sei eine Frage der Sicherheit.

Weiter erinnert das Gemeindeoberhaupt daran, dass sich bei der Bürgerversammlung auch Anwohner zu Wort gemeldet hätten, die sich vom JVA-Licht nicht belästigt fühlen. Vieles sei – wie im Leben üblich – eben Meinungssache, so Hörmann. Sein Ratschlag: Wem das Licht zu hell strahlt, solle man nachts den Rolladen schließen. (spr)
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