Alles beim Alten

Neben dem „Bayerischen Jedermann“ führte „Theater Gersthofen“ im letzten Jahr auch sehr erfolgreich das Lustspiel „Luftutti“ auf. Unser Bild zeigt eine Szene aus Letzterem. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Keine Überraschung brachten die Neuwahlen bei der Jahreshauptversammlung des Vereins „Theater Gersthofen“. Einstimmig wiedergewählt wurden alle Vorstandschaftsmitglieder - ein Zeichen dafür, dass man mit der geleisteten Arbeit zufrieden war. So bleibt Lukas Kiermeyr Vorsitzender. Die künstlerische Leitung liegt weiterhin in den Händen von Peter Eder. Regina Stanglmeier führt die Kasse und Nick Pfister ist Schriftführer.

Lukas Kiermeyr und Peter Eder gingen bei dieser Gelegenheit auf das äußerst arbeitsintensive abgelaufene Vereinsjahr ein. Gleich zwei Stücke - zuerst der „Leftutti“ und dann als absoluter Höhepunkt der „Bayerische Jedermann“ auf dem Rathausplatz – hätten die Kräfte aller Mitglieder gebündelt, hieß es. „Mit diesen Aufführungen bewegten wir uns am Limit“, resümierte Eder. „Besonders der ,Jedermann‘ forderte mehr als üblich.“ Doch zusammen mit den Bühnenfreunden Augsburg sei die große Herausforderung gelungen, fasste Kiermeyr zusammen.

Auf der Suche nach jungen Mitstreitern

Trotz dieses zufriedenstellenden Fazits treiben den Theaterfreunden Sorgen um. Das Thema „Nachwuchs“ bereite von Jahr zu Jahr immer wieder Schwierigkeiten, gestanden Kiermeyr und Eder übereinstimmend. „Wie alle Vereine sind auch wir auf neue, jüngere Personen angewiesen, die Schritt für Schritt in die Aufgaben auf der Bühne oder hinter den Kulissen hineinwachsen und schließlich einmal selbst Verantwortung übernehmen.“
Doch zunächst stehe am Samstag und Sonntag, 2. und 3. April, in der Stadthalle das neue Stück „Bixlmadam“ an, erneut ein Lustspiel in drei Akten von Erfolgsautor Peter Landstorfer, meinte Peter Eder.

Drei Rosstäuscher und die Bixlmadam

Dabei ging Spielleiter gleich auf den Inhalt ein: „Drei Rosstäuscher machen sich auf den Weg nach Rösslwang zum Rossmarkt. Nach Zwischenstationen in diversen Wirtshäusern landen sie versehentlich in Schösslkam und statt im Gasthof ,Zum röhrenden Hirschen‘ im Hotel-Betagement ,Zum springenden Bock‘, einem etwas überkandidelten Hotel mit skurrilen Gästen.“ Was dann folgt, seien zwei Tage, die es in sich haben, so Eder.
Der Spielleiter erklärte auch, was es mit dem titelgebenden Begriff auf sich habe: „Bixlmadam nennt man eine Angeberin, eine Person, die mehr Schein als Sein verkörpert.“ Das Wort gehe auf die Zeit Napoleons zurück und bedeute „Jägerin“. Wenn man damals eine Frau mit einer „Bixn“, also einer Büchse oder einem Gewehr, antraf, habe sie als Wichtigtuerin gegolten. Im Laufe der Zeit habe sich daraus eine Aufschneiderin oder eine Art „männlicher Stenz“ entwickelt. „Und mit einer solchen bekommen es die drei Rosstäuscher noch zu tun“, ergänzte Peter Eder schmunzelnd. (spr/smo)
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