Brotkorb-Helme gegen Absturz

Das Theaterstück „Die Welt von oben oder: Der Traum vom Fliegen" – unser Bild zeigt daraus eine Szene - kommt im Ballonmuseum in Gersthofen im Rahmen des „Interanationalen Museumstag“ zu Aufführung. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Die Museen in Deutschland feiern am Sonntag, 22. Mai, den 39. „Internationalen Museumstag“. Unter dem Motto „Museen in der Kulturlandschaft“ hat der Deutsche Museumsbund alle Einrichtungen aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Auch das Ballonmuseum in Gersthofen kommt diesem Appell nach und macht an der Aktion mit.

Dabei feiert das Ballonmuseum an der Bahnhofstraße bereits am Vorabend mit einer Stummfilmnacht in den „Internationalen Museumstag“ hinein. Gezeigt wird am Samstag, 21. Mai, um 21.30 Uhr die Filmrarität „Das Himmelsschiff“. Der dänische Streifen aus dem Jahr 1917 bot den Zuschauern damals eines der ersten Science-Fiction-Abenteuer der Filmgeschichte. Er beinhaltet für seine Zeit faszinierende Tricktechniken und Luftaufnahmen und zeigt den Traum von Utopia, einer besseren Welt auf dem Planeten Mars.
Vor dem Hauptfilm ist Buster Keaton als „Balloonatic“ in einer bunten Revue zu bewundern. Zudem werden Ausschnitte aus damaligen Wochenschauen gezeigt. Der Kintopp wird am Klavier von Joachim Fontaine begleitet.
Am „Internationalen Museumtag“ stellt das Ballonmuseum seine Exponate und kulturelle Vielfalt in den Mittelpunkt. An diesem Tag ist der Eintritt frei. Kostenlos ist auch die um 11 Uhr beginnende Führung durch das Museum.

Der Traum vom Fliegen

Ebenfalls am Sonntag, 22. Mai, gastiert um 16 Uhr im Ballonmuseum das Theater Eukitea mit dem Stück „Die Welt von oben oder: Der Traum vom Fliegen". Das Werk richtet sich an Kinder von sechs bis zwölf Jahren und die ganze Familie.
Das Ensemble unternimmt dabei eine spannende und amüsante Abenteuer-Theaterreise durch die Geschichte der Ballonfahrt. Die Zuschauer erleben den ersten deutschen Ballonstartversuch des Freiherrn von Lütgendorf, lernen die berühmte Ballonfahrerin Käthe Paulus kennen und verfolgen den spannenden Aufstieg eines Ballons in die Stratosphäre. Hier waren es Auguste Piccard und sein Assistent Paul Kipfer, die sich mit Brotkorb-Helmen gegen den Absturz ihrer Druckkugel wappnen. Für Kinder kostet der Eintritt 7,20 Euro, für Erwachsene 10,10 Euro

„Leinen los!“

Beim kostenlosen „Start zur Ballonwettfahrt" von der Dachterrasse des Ballonmuseums heißt es dann um 17.30 Uhr „Leinen los!". Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren können kleine Gasballons mit Ballonpost aufsteigen lassen. Es gewinnt derjenige Ballon, der die weiteste Entfernung schafft. Dabei winken tolle Preise.

Geschichte der Ballonfahrt

„Ingenieure, Erfinder und Phantasten - Vom Ballon zum Lenkbaren Luftschiff“ heißt ein Vortrag am Dienstag, 24. Mai, um19.30 Uhr im Ballonmuseum. Es referiert Jürgen Bleibler vom Zeppelin Museum Friedrichshafen. Der Experte spannt einen informativen Bogen von den Anfängen der Ballonfahrt im Jahr 1783 bis hin zu den Luftschiffen des 19. Jahrhunderts.
Ein weiterer Vortrag steht im Ballonmuseum am Dienstag, 31. Mai, um 19.30 Uhr an. Professor Dr. Gerhard Haerendel vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching beschäftigt sich unter dem Titel „Stürme im Erdmagnetfeld und das Polarlicht“ mit den Ursachen der unregelmäßig auftretenden starken Störungen und ihren Folgen. (spr)
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