Bunte Revue voller Humor

Versprechen bei den Kol-La-Faschingssitzungen ein Feuerwerk der guten Laune: (von links) Herbert Lenz, Gabi Niggl, Manfred Lamprecht, Holger Franz und Philipp Rogg. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Fasching ist eine ernste Sache. Zumal für die Verantwortlichen der Gersthofer Kol-La-Faschingssitzungen. Deshalb proben die Aktiven schon seit vielen Wochen für ihre insgesamt sieben Auftritte in der Stadthalle. Die Tanzgruppen sind noch früher dran. „Sie beginnen mit ihrem Training bereits im Sommer“, so die beiden Kol-La-Spielleiter Manfred Lamprecht und Herbert Lenz bei einem Gespräch mit Pressevertretern im Hotel Römerstadt.

Gemeinsam ist den Mitwirkenden allerdings: Sie verarbeiten die Ereignisse in Gersthofen, in der Region, aber auch bundesweit mit viel Fantasie, guten Ideen und spitzer Zunge zu humorvollen Sketchen oder Wortbeiträgen. „Das garantieren heuer bewährte Bühnenaktive“, so die Spielleiter selbstbewusst.
Vom aktuellen Programm unter Sitzungspräsident Holger Franz wollen sowohl Lamprecht als auch Lenz nichts verraten. Doch das ist allerdings nicht neu. Auch bei den bisher 45. Kol-La-Kampagnen sickerte im Vorfeld fast nie etwas durch. Nur so viel: „Auch in der 46. Kol-La-Saison starten wir einen Großangriff auf die Lachmuskeln“, erklärt Manfred Lamprecht.
Soll heißen: Die Faschingssitzungen präsentieren eine bunte Mischung aus Revue, Kabarett, buntem Abend, Tanz, Musik und Show. Kurz: Narretei, aber mit viel Niveau, eben: ein Feuerwerk der guten Laune.
16 Programmpunkte sind es diesmal. Da die Verantwortlichen nach eigenen Worten auf Bewährtes setzen, dürfen sich die Besucher der Faschingssitzungen sicher wieder auf das Kol-La-Ballett und Showtanzgruppen wie „Cristallica“ freuen. Dabei sein werden zudem die „Gscherthofer Feuerwehrkapelle“, der Kol-La-Pressesprecher und die Erfolgsgaranten „Engel & Teufel“ (Reinhard Dempf und Oliver Reiser).
„Wir sind schon stolz darauf, was die Kol-La bisher alles geleistet hat – und das ausschließlich im Ehrenamt“, verdeutlicht Kol-La-Ausschussvorsitzender Philipp Rogg. Als Argument nennt er Zahlen; „Wir haben bisher 245 Sitzungen abgehalten, die von insgesamt 144.000 Gästen besucht wurden.“ Die Kol-La habe damit zweimal die Münchner Allianz-Arena gefüllt.

Testlauf als Gradmesser

Um das alles zu erreichen, sind Spielleiter notwendig, die die Aktiven motivieren und anspornen, aber auch konstruktive Kritik äußern. „Damit ein abwechslungsreiches und zugleich niveauvolles Programm entsteht, führen wir noch vor der Generalprobe unter den Mitwirkenden einen Testlauf durch“, so Herbert Lenz. Dieser sei Gradmesser, ob die einzelnen Programmnummern tatsächlich ankommen. „Vergeben werden dabei Noten von eins bis drei. Eins bedeutet sehr gut, zwei: gut und drei: geht überhaupt nicht.“

Wenn die Minute 90 Sekunden hat

Wichtig sei auch das Zeitmanagement. Philipp Rogg zeigt dazu ein DIN A4-Blatt, eng beschrieben mit Zahlen. „Wir schlüsseln damit penibel die Länge der einzelnen Vorträge auf sowie Beginn und Ende der Beiträge.“ Damit könne die Dauer der Sitzungen erfasst werden. „Normalerweise klappt des sehr zuverlässig“, meint Manfred Lamprecht. „Bei Engel & Teufel hat die Minute aber manchmal 90 Sekunden“, schmunzelt er. Heuer wolle man bei den Vorstellungen mit Beginn um 19.30 Uhr gegen 0.15 Uhr ins Finale gehen.
Sehr gut angenommen worden sei der Pilotversuch im letzten Jahr, an den Aufführungstagen Freitag und Samstag im Anschluss an die Sitzungen die Bar im Foyer der Stadthalle offen zu halten, erklärt Rogg. So stehe auch heuer dieser Service wieder zur Verfügung.

Von Kindern für Kinder

Mit Zahlen wartet auch Spielleiterin Gabi Niggl für die Kinder-Kol-La auf. Rund 250 Mitwirkende sind diesmal dabei, gemäß dem Motto „von Kindern für Kinder“. Längst hätten aber auch die Erwachsenen die Vorstellungen für sich entdeckt, gesteht sie.
Die Veranstaltungsreihe geht heuer in die 29. Saison. Mit viel Training und Engagement hätten sich auch hier alle Beteiligten, von den Tanz- bis Turngruppen, auf ihre beiden großen Auftritte vorbereitet, so Niggl weiter. „Die Besucher können sich auf rund drei Stunden beste Unterhaltung einstellen“, so das Fazit der Spielleiterin.
• Die Kol-La-Faschingssitzungen finden von Freitag bis Sonntag, 22. bis 24. Januar, sowie von Donnerstag bis Sonntag, 28. bis 31. Januar, in der Stadthalle statt. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr, außer sonntags um 19 Uhr. Alle sieben Veranstaltungen sind ausverkauft.
• Die Kinder-Kol-La zeigt ihr Programm an den beiden Sonntag, 24. und 31. Januar, jeweils um 13.30 Uhr in der Stadthalle. Für die zweite Vorstellung am 31. Januar gibt es noch Restkarten unter der Telefonnummer 0821/493934.

Von Siegfried P. Rupprecht
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