Der Feuerwehr hinter die Kulissen geblickt

Der Besuch der Kolpingfamilie bei der Freiwilligen Feuerwehr Gersthofen bedeutete einen interessanten Blick hinter die Kulissen der Feuerwache. Foto: Dagmar Benz

Die Kolpingfamilie machte sich einen Eindruck von der täglichen Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Gersthofen. Dabei informierten sich die Vereinsangehörigen auf Einladung von Vorstandsmitglied Sandra Schröder sowohl über die unterschiedlichen Aufgabengebiete als auch die Leistungsfähigkeit der Floriansjünger.

Die Besucher erhielten beim Rundgang durch die Räumlichkeiten der Feuerwache an der Donauwörther Straße einen Einblick in die Ausrüstung und Schutzkleidungen der Brandschützer. 75 Personen einschließlich fünf Frauen leisten dort wertvolle ehrenamtliche Dienste. Sie setzen sechs Fahrzeuge ein, die in den letzten Jahren teilweise erneuert wurden. „Das letzte Einsatzfahrzeug kostete 380.000 Euro“, informierte Feuerwehr-Kommandant Wolfgang Baumeister.
Bei einem Brandfall rücken je Fahrzeug acht bis neun Personen mit voller Spezialkleidung samt Brandschutz aus. Die Schutzkleidung wiegt rund 45 Kilogramm. Sie hält Temperaturen bis 800 Grad Hitze aus, jedoch keinen Wasserdampf. Für Chemie- oder Gefahrgut-Einsätze verwenden die Brandschützer ein eigenes Sonderfahrzeug.

Keine leichte Aufgabe

Das Einsatzgebiet der Feuerwehr erstreckt sich auf einer Fläche von über 30 Quadratkilometer und beinhaltet ein großflächiges Industriegebiet mit mehreren Speditionen, einem Zentrum für Güterverkehr und einem Industriepark. In diesem Umfeld sei es als Freiwillige Feuerwehr keine leichte Aufgabe, für die Sicherheit der Bürger zu sorgen, so Baumeister.
Große Freude hatten vor allem die Kolping-Kinder. Jedes wollte in die Kabine hinter dem Fahrer. Wolfgang Baumeister zeigte den Teilnehmern der Kolpingfamilie auch die Schlauchwaschanlage mit Schlauchturm, den Trainingsraum, die Spezialwaschmaschinen für Einsatzkleidung und die Atemschutzmasken.

Mit Blaulicht und Martinshorn

Erst ab 100.000 Einwohnern brauche eine Kommune eine Berufsfeuerwehr, verdeutlichte der Kommandant. Zum Abschluss des Besuchs gab es für den Kolping-Nachwuchs noch ein besonderes Schmankerl. Der Kommandant drehte mit den Kindern zwei „Sonderfahrten“ um das Feuerwehrhaus – natürlich mit Blaulicht und Martinshorn. (spr/db)
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