Ein unvergessenes Erlebnis

Eine Delegation des Jugendorchesters Gersthofen unternahm eine Reise nach Israel. Unser Bild zeigt die Musiker vor einem Denkmal an der Knesset in Jerusalem. Foto: privat

Bereits zweimal fanden Begegnungen zwischen dem Jugendorchester Gersthofen Schwäbische Bläserbuben und Musikern des Alpert Music Centers in Jerusalem statt: 2012 besuchten die Gersthofer Musiker Israel, im Jahr darauf fand ein Gegenbesuch statt. Nun weilte eine weitere Delegation des Jugendorchesters, verstärkt durch einige Musiker aus befreundeten Vereinen, in Jerusalem. Vorbereitet und geplant wurde die komplette Reise von Andreas und Sabine Landau.

Das Jugendorchester hatte während des Aufenthalts oft Gelegenheit, mit Konzerten unter Leitung von Milos Glückmann sein Können zu beweisen. Besonders erwähnenswert waren zwei Konzerte in Grundschulen, bei denen die Schüler den Musikern sehr große Sympathiebekundungen entgegen brachten.
Mehrere Programmpunkte dienten zudem dem direkten musikalischen Austausch der Gersthofer mit israelischen Musikern: Es gab unter anderem gemeinsame Workshops, eine sogenannte „Jam-Session“ und den Besuch mehrerer Konzerte verschiedener Musikrichtungen. Aber auch das Besichtigungsprogramm kam nicht zu kurz: Neben der Innenstadt von Jerusalem mit der Klagemauer und der Grabeskirche wurden auch interessante Stadtviertel und Städte wie Abu Gosh, Yenim Moshe, Yaffa und Tel Aviv besichtigt.
Emotional bewegend für die Musiker war der Besuch von „Yad Vashem“, der zentralen israelischen Holocaust-Gedenkstätte. Auch die Knesset war Zielpunkt. Die letzten Besuchstage führten die Teilnehmer in einen Kibbuz in der Nähe des Toten Meers. Dort waren der See Genezareth, die Stadt Jericho und natürlich das Tote Meer selbst Programmpunkte.

Echte Freunde

Die Gersthofer bezeichneten die Reise als „grandios“, als „unvergessliches Erlebnis“ und als „einen wertvoller Beitrag der deutsch-israelischen Beziehungen“. Orna Magen, eine der Hauptansprechpartnerinnen und Organisatorin der Reise, hob wiederum das enge Verhältnis der beiden Musikgruppen beim Empfang im Rathaus von Jerusalem hervor. Die Mitglieder des Jugendorchesters seien mittlerweile zu echten Freunden der israelischen Musiker geworden, meinte sie. (pm/spr)
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