Erfüllt von Klängen

Die sechsjährige Lilly probierte beim Tag der offenen Tür in der Sing- und Musikschule Gersthofen das Klavier aus. Musiklehrer Christian Schmerder staunte dabei über ihre Fingerfertigkeit. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Aus allen Räumen der Sing- und Musikschule Gersthofen klangen Töne. Mal wohlgerundet und gehörfreundlich, dann wieder etwas atonal und nach Harmonie suchend. Viele der Besucher beim Tag der offenen Tür hatten zum ersten Mal ein Instrument in der Hand. Und so wurde munter drauflos probiert. Alle stellten sie jedoch fest – auch wenn mal ein Ton daneben ging oder sich schwer erzeugen ließ -, dass Musik ungemein Spaß macht.

Diese Freude an Musik, Gesang und Tanz zu vermitteln war auch das Ziel des Aktions- und Informationstages der Musikschule. Mehrere Stunden lang standen dazu die Türen für große und kleine Musikbegeisterte offen. Eltern und Kinder konnten sich dabei fachkundig von den Musiklehrern beraten lassen.
Auch diesmal war der Besucheransturm wieder groß. Die Gäste nahmen die Gelegenheit wahr, sich über die Unterrichtspalette zu informieren, fragten ob Musik auch in der Gruppe möglich sei und wie Wiedereinsteigern ans Instrument herangeführt würden. Für die zum Teil bohrenden Fragen nahmen sich die Lehrkräfte, allen voran Musikschulleiter Robert Kraus, viel Zeit und Geduld, ebenso für die Anleitung zum Ausprobieren der unterschiedlichen Instrumente. „Nur wer auswählt und sich mit den Instrumenten intensiv befasst, findet auch das richtige, das zu ihm passt“, meinte Kraus.

Leuchtende Augen, wippende Füße

Dass Musik in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert hat, zeigten allein die unzähligen leuchtenden Augen, wippenden Füße und aktiven Hände. Die Jungs zog es vermehrt zu Gitarre, Trompete, Saxofon und Schlagzeug. Die Mädchen bevorzugten offenbar Geige, Klavier, Querflöte und Ballett. Bei Keyboard und Gesang hielt sich die Nachfrage die Waage. Hier schienen die Mädchen und Buben gleich interessiert zu sein.
Fasziniert verfolgten die Besucher auch die Trommeldarbietung von Natalie Kolb. Die Trommelgruppe lasse sich besonders gut als Übergangsangebot nutzen, wenn die Entscheidung für ein bestimmtes Instrument noch nicht möglich ist, erklärte sie. Viel Resonanz verbuchten zudem die Angebote für die ganz Kleinen wie die Musikalischen Früherziehung und der Kurs „Musik erleben“. Hier stehe unter anderem das gemeinsame Experimentieren mit Rhythmen und Klängen im Mittelpunkt, erzählte Margarete Issy Wanner.

Schnelles Erfolgserlebnis

Positiv beantworten konnte die Musikschule auch die Frage nach einem Instrument mit schnellem Erfolgserlebnis. „Hier bieten wir die Veeh-Harfe an“, so Musikschulleiter Robert Kraus. „Sie ist ein Saiteninstrument, das selbst musikalische Laien innerhalb kurzer Zeit spielen können.“ Ob sie sich selbst begleiten oder für andere musizieren, Freude sei mit diesem Instrument vorprogrammiert.
Interessant auch die Ausführungen von Musiklehrer Tom Pribbenow, der an der Musikschule Schlagzeug unterrichtet. „Ohne Üben geht nichts“, verdeutlichte er. Doch beim Schlagzeug würden anfangs bereits täglich zehn Minuten ausreichen. „Doch das regelmäßig.“ (spr)
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