Erinnerungen an alte Zeiten

Das Radio- und Telefonmuseum in Wertingen verfügt über zahlreiche Unikate. Unser Bild zeigt eine Telefonvermittlungsanlage aus dem Jahr 1927. Foto: Dagmar Benz

In die Jugend versetzt sahen sich die Mitglieder der Gersthofer Kolpingfamilie im Radio- und Telefonmuseum in Wertingen. Willi Kempter führte durch die Sammlung alter Radiogeräte und Volksempfänger im ehemaligen Gebäude der Berufsschule an der Fère-Straße und betonte, dass die wertvolle Sammlung vor allem auf Hans Wald und Heinz Hippele zurückzuführen sei.

Sie hätten die „ehrwürdigen“, meist funktionsfähigen Geräte dem Museum überlassen, so Kempter weiter. Und: „Über 300 dieser Röhrengeräte stellen wir hier aus.“
Bei einem Radiogerät aus dem Jahr 1927 meinte Barbara Franz dass dies der Jahrgang ihres Vaters sei. Bestaunt wurden vor allem die edlen und schönen Holz-Chassis der Exponate, aber auch die „Wurlitzer“ und andere Plattenabspielgeräte.

Musik per Geldeinwurf

Überhaupt waren die Jukeboxen ein besonderer „Hingucker". Per Geldeinwurf wurde ein Musiktitel ausgewählt, die entsprechende Schallplatte mittels Technik aufgelegt und los ging es mit dem Tanzen. So taten es auch die freudig überraschten Kolpingmitglieder. Darüber hinaus riefen bei vielen Teilnehmern Marken wie Grundig, Loewe, Mende, Philips, Schaub Lorenz, Siemens und Telefunken Erinnerungen wach.

„Fräulein vom Amt“

Zur Telefongeräte-Sammlung kam es, als Ehemalige der Postlerhütte Augsburg, also frühere Mitarbeiter der Telekom, im Postgebäude an der Augsburger Langenmantelstraße den Platz räumen mussten. So stehen jetzt unter anderem ein Morse-Apparat und Vermittlungsgeräte von 1927 für „das Fräulein vom Amt“ in Wertingen.
„Wählscheiben- und Tasten-Telefonapparate kennen Kinder heutzutage nicht mehr“, berichtete Willi Kempter. Die Kolpingmitglieder konnten da nur zustimmend nicken. (db/spr)
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