Es tut sich was: Neubauten in Gersthofen geplant

In Gersthofen entsteht weiter Wohnraum. Allein die WBL Wohnungsbau für den Landkreis will 30 Wohneinheiten an der Erfurter Straße errichten. Archivfoto: Siegfried P. Rupprecht

Der Bau- und Wohnsektor in Gersthofen ist weiter in Bewegung. So plant die WBL Wohnungsbau GmbH für den Landkreis an der Erfurter Straße den Neubau einer Anlage mit 30 Wohneinheiten und Tiefgarage. An der Siedlerstraße entstehen zwei Wohnhäuser mit je sechs Eigentumswohnungen.
Die WBL Wohnungsbau für den Landkreis beabsichtigt an der Erfurter Straße drei dreigeschossige Baukörper zu errichten. Unter den Gebäuden soll eine Tiefgarage mit 41 Stellplätzen entstehen.

Der dortige Bebauungsplan sieht zwar für das Baugrundstück eine geschlossene hufeisenförmige Bebauung vor. Doch die Bauverwaltung befürwortet hier eine Befreiung, weil die Raumkanten entlang der Leipziger-, Erfurter- und Magdeburger Straße aufgenommen werden. Einer Auflösung in drei einzelne Baukörper anstatt einer geschlossenen Bauweise kann so zugestimmt werden.

Weiter sind für die Punktgebäude Zelt- anstatt Satteldächer geplant. Auch diese Befreiung sei gestalterisch vertretbar, heißt es vom Bauamt. Der Stellplatzbedarf beträgt 47 Plätze, von denen 41 in der Tiefgarage und sechs oberirdisch nachgewiesen werden.

Auch für die Siedlerstraße 7 und 9 liegt ein Bauantrag vor. Dort werden zwei zweigeschossige Wohnhäuser mit je sechs Eigentumswohnungen geplant. Die beiden Neubauten sollen ein Satteldach mit Dachgauben erhalten. Unter den Häusern ist eine gemeinsame Tiefgarage mit 16 Stellplätzen geplant. Die Abfahrt befindet sich zwischen den Gebäuden. Zwei Besucherstellplätze werden an der Straße nachgewiesen.

Villa soll abgerissen werden

Auch in der Dr.-Muser-Straße 6 entsteht Neues. Die dortige sogenannte Höckmair-Villa wird abgerissen. Auf dem Areal entsteht ein zweigeschossiges Mehrfamilienhaus mit ausgebautem Satteldach mit acht Wohneinheiten und einer Tiefgarage. Zuletzt hatte es um die Villa Turbulenzen gegenüber, weil ein Anrainer beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege den Antrag gestellt hatte, das 1928 erbaute Gebäude in die Denkmalliste aufzunehmen (wir berichteten). Nach Prüfung des Amts wurde die Villa allerdings wegen den in der Vergangenheit zahlreich durchgeführten Umbauarbeiten nicht als „denkmalgeeignet“ bewertet.

Nutzungsänderungen

Eine Reihe von Nutzungsänderungen hat es dagegen bereits in der ehemaligen Soccer- und jetzigen Boulderhalle an der Römerstraße gegeben. In dem Gebäude wurden mehrere Umbauten vorgenommen. Im Erdgeschoss wurde eine Lagerfläche in eine Ladenfläche, ein Spielfeld in ein Boulderfeld und im Obergeschoss die westliche Tribüne in ein Kleinfeld umgewandelt.
Der VIP-Bereich im nordöstlichen Teil ist nun ein Veranstaltungsraum mit rund 250 Quadratmetern. Ein weiterer VIP-Teilbereichs wurde in eine Tanzschule mit Tanzraum sowie Küche, Aufenthaltsraum und Lager umgewandelt. Die östliche Empore ist nun ebenfalls ein Boulderfeld. (spr)
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