Freiwilligenzentrum in Gersthofen

Im Herbst soll ein Freiwilligenzentrum eröffnet werden. Geplant ist eine zweijährige Testphase. Die Stadt stellt dafür jährlich 20.000 Euro zur Verfügung.

Miteinander leben - miteinander wachsen. So oder ähnlich könnte das Motto des zukünftigen Freiwilligenzentrums in Gersthofen lauten. Die Einrichtung soll im Herbst an den Start gehen. Darauf verständigten sich die Mitglieder des Sozial- und Ordnungsausschusses des Stadtrats.

Die neue Einrichtung, die sich im Rathaus ansiedeln soll, informiert, berät und vermittelt Bürger vor Ort und aus der Umgebung, die an einem freiwilligen Engagement interessiert sind. Als zentrale Anlaufstelle von Angebot und Nachfrage bringt sie die Interessenten mit gemeinnützigen Organisationen, Gruppen oder Vereinen zusammen, die wiederum ehrenamtliche Mitarbeiter suchen.

Die Arbeit in eigenen Projekten und die Realisierung neuer Vorhaben gehört ebenso zu den Aufgaben eines Freiwilligenzentrums wie der Einsatz für mehr gesellschaftliche Anerkennung und öffentliche Wertschätzung des bürgerschaftlichen Engagements.

Die Einrichtung soll in enger Zusammenarbeit mit dem Freiwilligenzentrum in Augsburg, das bereits breitgefächerte Erfahrungen und Know-how in Gablingen und Neusäß gesammelt hat, betrieben werden.

Die Entwicklung einer lokalen Engagement-Strategie erfolgt mit der Arbeitsgemeinschaft der lokalen Vereine und Organisationen, der Schulen, der Familienstation und der Kirchengemeinden. Deren Aktionen will das Freiwilligenzentrum unterstützen, stärken und gleichzeitig neue Initiativen und Denkanstöße fördern und ausprobieren. Unter diesem Aspekt sieht sich die Einrichtung als Kontakt- und Informationsstelle für alle, die etwas Sinnvolles tun möchten.

Projektbeispiele sind "Lesepaten", die Kinder nach Rücksprache mit den Lehrern in den Schulen regelmäßig beim Lesen lernen unterstützen, "Schülerpaten", die junge Menschen bei der Berufswahl und auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle helfend unter die Arme greifen, oder "Familienpaten", die gelegentlich die Beaufsichtigung von Kindern bei Verhinderung der Eltern vornehmen. Ein weiteres Angebot könnte auch ein "sozialer Fahrdienst" sein, der Hilfsbedürftige befördert, oder ein Unterstützerkreis, der sich für die Belange von Flüchtlingen und Asylanten einsetzt.

Das Freiwilligenzentrum Gersthofen soll zum Herbst eröffnet werden. Bis dahin soll für die Einrichtung noch kein spezieller Name vergeben werden. Es ist angedacht, dass der Name im Zuge der Errichtung gefunden und schließlich durch den Sozial- und Ordnungsausschuss offiziell vergeben wird. Im laufenden Haushalt der Stadt sind für Sach- und Personalkosten bereits Finanzmittel in Höhe von 20.000 Euro berücksichtigt. Für Räumlichkeiten wurden vorsorglich Mietkosten von 6.000 Euro eingeplant, die jedoch in der derzeitigen Planung nicht benötigt werden.

Beim Betrieb eines Freiwilligenzentrums fallen jährliche Kosten von circa 20.000 Euro an.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.