Freude in Baringo County

Markus Tittel und das Team von „Pro Kapsogo“ sorgten dafür, dass alle Spenden in der kenianischen Provinz Baringo an die richtigen Stellen kamen. Begehrt waren unter anderem T-Shirts mit dem Aufdruck „I Love Gersthofen“. Foto: privat

„Bildung ist die beste Hilfe für die Kinder Afrikas“ – dieses Motto hat sich das Projekt „Pro Kapsogo“ auf seine Fahnen geschrieben. Der Gersthofer Markus Tittel reiste mit Projekt-Vertretern nach Kenia und besuchte mit den Organisatoren Klaus Schwenk und Heinz Rehberger und weiteren fünf Teilnehmern den Distrikt Baringo County.

Markus Tittel kam nicht mit leeren Händen. Er hatte zahlreiche Geschenke dabei, die speziell auch seine Heimatstadt in den Fokus stellten. So stand auf vielen T-Shirts, die er vor allem an die Kinder verteilte und begehrten Absatz fanden, unübersehbar das Bekenntnis „I Love Gersthofen“.
Doch das war längst nicht alles. Das achtköpfige Projektteam verteilte zudem die mit einem Container im Voraus versandten Hilfsgüter an Ort und Stelle. „Das sind unvergessliche Momente und Eindrücke“, so die Teilnehmer der Reise.
Die Ballonstadt ist in der Provinz Baringo keine Unbekannte. Eine dortige Abordnung war im letzten Jahr zu Gast in Gersthofen. Die Stadt half den Afrikanern dabei, zu verschiedenen Unternehmen Kontakte zu knüpfen. Auch das Kennenlernen der Strukturen der kommunalen Verwaltung einer Stadt und dem Landkreis war Thema des Besuchs. So hospitierten Mitarbeiter aus Verwaltungen von Baringo County einige Tage im Gersthofer Rathaus und beim Bezirk Schwaben.

Großes aus kleinen Anfängen

„Pro Kapsogo“ ist ein rein privat organisiertes Projekt. Aus der Taufe gehoben wurde es 2008 von Joshua Kandie aus Kenia, dem Augsburger Klaus Schwenk und einigen Freunden aus dem schwäbischen Raum. Ziel ist es, eine der ärmsten Regionen Kenias zu unterstützen. Aus zunächst kleinen Anfängen wurde daraus eine der größten Hilfsaktionen für die Region Baringo.
Das Projekt finanziert dort unter anderem Schulneubaten, spendet Schulen Lehr- und Lernmittel, Computer und Sportausrüstung, sorgt mit der Bereitstellung von Tanks und Pumpen für die Wasserversorgung einige Dörfer, hilft beim Aufenthalt von Gastschülern in Augsburg und unterstützt Jugendliche in Sport- und Fußballvereinen. Eine zweite von „Pro Kapsogo“ finanzierte Schule befindet sich bereits im Bau.

Eingeschlagenen Weg weitergehen

„Diesen Weg wollen wir auch in Zukunft strikt weiter gehen“, betont Klaus Schwenk. Denn Bildung sei die beste Art der Entwicklungshilfe und helfe den Kindern zu einer besseren Zukunft.
Große Freude gab es auch bei der durch „Pro Kapsogo“ ins Leben gerufene Freiwillige Feuerwehr von Baringo County. Das Projektteam übergab den Floriansjüngern Ausrüstungsgegenstände im Wert von mehr als 20.000 Euro.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es im Internet Sie unter www.prokapsogo.de. (spr)
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