Frühlingskonzert der Stadtkapelle begeistert die Zuhörer

Die Stadtkapelle Gersthofen vor ihrem Frühlingskonzert in der Stadthalle
 
Die Stadtkapelle Gersthofen mit ihrem Dirigenten Bernhard Hoffmann beim Frühlingskonzert 2016

Ein bunter Strauß weltberühmter Melodien

Gersthofen. Seit über 40 Jahren findet im März das Frühlingskonzert der Stadtkapelle Gersthofen statt. Der musikalische Leiter der Stadtkapelle, Bernhard Hoffmann, hatte heuer mit dem Orchester ein beschwingtes und unterhaltsames Programm mit vielen bekannten Musikstücken einstudiert. Mit dem Marsch „Abel Tasman“ eröffnete die Stadtkapelle in der vollbesetzten Stadthalle das Konzert. Danach erklang in vollem Bläserglanz die Oscar-prämierte Musik aus dem Monumentalfilm “Ben Hur“. Es folgte die rhythmisch etwas heikle Titelmusik aus dem Western „Die Glorreichen Sieben“. Einfühlsame Songs, lateinamerikanische Rhythmen und teilweise auch schroffe, jazzige Riffs aus dem Musical „West Side Story“ von Leonard Bernstein entführten die Konzertbesucher nach New York. Seine eindrucksvolle Gersthofer Erstaufführung erlebte der Nibelungenmarsch von Gottfried Sonntag. Darin sind die bekanntesten Motive aus Richard Wagners Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ musikalisch verarbeitet. Statt 16 Stunden dauerte „Der Ring“ so nur drei Minuten.
Beim Walzer „Gold und Silber“ von Franz Lehar fühlten sich die Zuhörer in einen Ballsaal versetzt. Die schönen Melodien gingen schnell ins Ohr und der federnde ¾-Takt animierte fast schon zum Mittanzen. Nach dem furiosen Schluss gab es starken Applaus.
Zu dem Marsch „Kemahokru“ hat Dirigent Bernhard Hoffmann eine ganz besondere Beziehung. Denn der Marsch wurde vor einiger Zeit von einem Musikerkollegen des Philharmonischen Orchesters eigens für die Horngruppe geschrieben und nach den Anfangsbuchstaben der Hornisten benannt.
Auch die zeitgenössische sinfonische Blasmusik war mit zwei Stücken vertreten. Die Stadtkapelle spielte die Rhapsodie „Novena“ des amerikanischen Komponisten James Swearingen mit großem Ausdruck und hoher Präzision. Der Niederländer Jan de Haan komponierte mit „A Discovery Fantasy“ ein 5-sätziges Werk. Nach der Vorstellung des Themas in ersten Satz wird dieses in den folgenden Sätzen Bolero, Rondeau und Intermezzo melodisch und rhythmisch gekonnt abgewandelt.
Zum Finale gab es dann noch große Oper. Zu hören waren die schönsten Melodien von Giuseppe Verdi wie der einfühlsame Gefangenenchor aus Nabucco, das temperamentvolle Trinklied aus La Traviata oder der strahlende Triumphmarsch aus Aida.
Die Moderation des Konzerts mit interessanten und amüsanten Geschichten zwischen den Musikstücken teilten sich 1. Vorstand Dr. Rainer Schaller sowie die aktiven Musiker Johannes Schuster, Gerhard Schuster und Timo Thöle.

Dank an langjährige Vorstandsmitglieder

Im Rahmen des Konzerts verabschiedete 1. Vorstand Rainer Schaller drei langjährige verdienstvolle Mitglieder aus der Vorstandschaft und dankte ihnen jeweils mit einem Blumenstrauß für ihren großen ehrenamtlichen Einsatz. Ehrenmitglied Hermann Fertig war über 40 Jahre für die Stadtkapelle in führender Position tätig, davon 35 Jahre als 2. Vorstand und 6 Jahre als 1. Vorstand. Ehrenmitglied Günter Schmid war insgesamt 35 Jahre Schatzmeister des Vereins. Wolfgang Bär wirkte 13 Jahre als Schriftführer.
Für die begeisterten Zuhörer gab es noch zwei Zugaben: den Marsch „Salve Imperator“ und zum krönenden Abschluss „Nessun Dorma“ aus der Oper Turandot.
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