Gläubige feiern ihre Kirche

Die Gersthofer Pfarrkirche Maia, Königin des Friedens (Bild) ist ein architektonisch bemerkenswerter Bau. Am 1. Mai feiert sie ihr Patrozinium. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Mit einem festlichen Familiengottesdienst feiert die Pfarrkirche Maria, Königin des Friedens in Gersthofen am Sonntag, 1. Mai, ihr Patrozinium. Die Messe beginnt um 10.15 Uhr. Musikalisch wird sie vom Augsburger Cantamus-Quartett begleitet. Das Ensemble präsentiert „die Missa Septimi Toni“ von Claudio Crassini und andere Gesänge.

Gleichzeitig findet in der Johannesstube ein Kinderwortgottesdienst statt. Dieser beginnt zunächst auch um 10.15 Uhr in der Kirche.
Beim Patrozinium wird die Gottesmutter als Königin des Friedens gefeiert. Sie steht in dieser Bezeichnung für die christliche Handlung des friedlichen
Miteinanders.
Die von Hermann Öttl entworfene Kirche wurde am 6. Oktober 1968 von Bischof Josef Stimpfle eingeweiht. Das Gotteshaus wurde durch das Wachstum der damaligen Marktgemeinde Gersthofen notwendig. Zusammen mit Schulen, Musikschule, Kindergarten, Sportanlagen gibt sie dem „Kulturzentrum“ im Süden der Stadt ein besonderes Gepräge.

Markanter Turm

Die Pfarrkirche fällt vor allem durch ihren markanten Turm auf. Der Baukörper mit dem deutlich hervortretenden Dach erinnert wiederum an die Form eines Schiffes.
Im Innern erblickt der Betrachter einen lichten und zugleich offenen Raum mit nüchterner, aber in sich geschlossener Gestaltung. Hier begegnet er teilweise bemaltem Sichtbeton. Die Menschen an der Altarrückwand deuten das Himmlische Jerusalem an, die Heiligen, die mit den Besuchern der Kirche quasi Gottesdienst feiern. „Raumordnung und Anordnung der Einrichtungsgegenstände erfüllen in besonderem Maße die Erfordernisse des Zweiten Vatikanischen Konzils für die Liturgie“, bemerkt Werner Mühlbauer in seiner Kirchenbeschreibung.

Glocken tragen Namen

Ein Schwerpunkt bildet ein Ensemble. Es besteht aus Kreuz, Osterkerze und barocker Marienfigur. Speziell sind auch die sieben Glocken. Sie tragen die Namen von Märtyrern beider Konfessionen des 20. Jahrhunderts: Alfred Delp, Rupert Mayer, Dag Hammarskjöld, Geschwister Scholl, Dietrich Bonhoeffer, Martin Luther King und Folke Bernadotte. 2006 wurde die Pfarrgemeinde Maria, Königin des Friedens in eine Pfarrgemeinschaft mit St. Jakobus zusammengeführt.

Maiandacht

Ebenso am 1. Mai findet in Maria, Königin des Friedens eine Kirchenmusikalische Maiandacht statt. Sie wird wie der Festgottesdienst am Vormittag vom Cantamus-Quartett mit marianischen und weiteren geistlichen Gesängen gestaltet. Die Maiandacht beginnt um 18.30 Uhr. (spr)
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