Julia Winter stellt sich der Kolpingfamilie

Julia Winter stand der Kolpingfamilie Gersthofen zum Thema Pastoralreferentin Rede und Antwort. Rechts im Bild: der Christliche Leiter der Kolpingfamilie, Christian Bauer. Foto: Dagmar Benz

Welche Aufgaben erledigt eine Pastoralreferentin in der Pfarrei Sankt Jakobus in Gersthofen? Klärung dazu gab Julia Winter den Mitgliedern der örtlichen Kolpingfamilie.

Die 26-Jährige absolvierte ihr vierjähriges Theologie-Studium einschließlich der Sprachen Latein, Hebräisch und Altgriechisch in Augsburg. Seit vergangenen Herbst arbeitet sie in einer Ausbildung über vier Jahre als Pastoralassistentin. Die gebürtige Kemptenerin ist verheiratet und hat einen dreijährigen Sohn. „Im Prinzip durchlaufe ich die gleiche Ausbildung wie Priester“, sagte Julia Winter.
Salopp ausgedrückt sind Pastoralreferenten Experten für Gott und die Welt. An der Schnittstelle zwischen Kirche und Gesellschaft seien sie im Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen und betreiben auch über Grenzen hinweg Networking, so die Diözesanstelle Berufe der Kirche.
Neben Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit würde die Vorbereitung auf Kommunion und Firmung sowie die Unterstützung von Ehrenamtlichen zu ihren Aufgaben zählen. Sie stünden Menschen aller Altersgruppen bei Glaubens- und Lebensfragen zur Seite und sprechen von Gott und Welt in Liturgie und Schule, meint die Diözesanstelle weiter. Auf einen einfachen Nenner gebracht: Sie sind Allrounder.

Keine Beerdigungen abhalten

Und Julia Winter? Viele selbst zusammengestellte Fragen und mögliche Antworten zur Pfarrei und ihren künftigen Beruf als Pastoralreferentin packte sie geschickt in das Spiel „Wer wird Millionär?“. Durch das gemeinsame Lösen der Aufgaben ergaben sich für die Kolping-Mitglieder so interessante Einblicke. Beim Erreichen bestimmter Gewinn-Stufen „spendierte“ sie den Teilnehmern feine Getränke.
„Unterschiede gibt es in den Diözesen: So darf ich im Bistum Augsburg keine Beerdigung abhalten“, betonte Winter. Und weiter: „Häufig bezeichnen die Menschen Laien als diejenigen, die in einem Bereich wenig wissen. Alle Mitarbeiter der Kirchengemeinde sind Laien, so wie die Menschen in einer Pfarrei - vor Gott sind alle Laien“, erläuterte sie. (db/spr)
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