Kampf gegen die Stereotypisierung

Sineb El Masrar (Bild) räumt mit gängigen Klischees über junge muslimische Frauen in Deutschland gründlich auf. Foto: pm

Sineb El Masrar plädiert für einen weltoffenen Islam. Die Autorin ist in Hannover geboren und hat marokkanische Wurzeln. Sie trägt kein Kopftuch, bekennt sich aber als Muslima. Am Dienstag, 15. März, kommt sie zu einer Lesung mitanschließender Diskussion in das Ballonmuseum, Bahnhofstraße 12, in Gersthofen. Beginn ist um 19 Uhr. Ihr Thema heißt: „Emanzipation und Islam – unvereinbar?“

Über Muslimas kursieren in der breiten Masse oft Vorurteile. Da heißt es unter anderem, sie seien unterdrückt und würden zur Verhüllung und zu Ehen gezwungen.
Sineb El Masrar geht diesen Meinungen nach. Sie offenbart, dass viele muslimische Mädchen und Frauen mit großen Widerständen zu kämpfen haben und mit Feinden, die sich einer ganzen Generation manipulativ in den Weg stellen. Damit müsse Schluss sein, fordert sie. Es sei an der Zeit, das emanzipatorische Erbe einzufordern und mit Nachdruck für Freiheit und gegen Ausgrenzung einzutreten.

Wer sind sie? Wie leben sie?

El Masrar, 1981 geboren, war nach einer kaufmännischen und pädagogischen Ausbildung unter anderem in Grundschulen, in der Marktforschung und als freie Autorin tätig. 2006 gründete sie „Gazelle", das einzige interkulturelle Frauenmagazin in Deutschland. Vier Jahre später erscheint ihr Sachbuch „Muslim Girls – Wer wir sind, wie wir leben“. Von 2010 bis 2013 war sie Teilnehmerin der Deutschen Islamkonferenz. Heute lebt sie als Herausgeberin, Autorin und Dozentin in Berlin.
Sineb El Masrar geht bei der Lesung im Ballonmuseum auf die Gegensätze von Emanzipation und Islam ein. Gleichzeitig plädiert sie für sinnvolle Integrationskonzepte und tritt gegen Verallgemeinerungen ein. Im Anschluss wird das Gehörte bei einer Diskussion vertieft. (spr)
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.