"kulturina" mit i-Tüpfelchen

Mit einem Programm der Spitzenklasse wartet auch heuer wieder das Sommer-Festival „kulturina“ auf. Darüber freuen sich (vorne von links) Bürgermeister Michael Wörle und Max Lenz sowie (hinten von links) Stefan Meitinger, Benjamin Knauth, Gerardo Olita und Veronika Wanninger. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Höher, schneller, weiter? Diese Devise wollen sich die Macher der Gersthofer „kulturina“ erst gar nicht zu eigen machen. „Das Festival ist nur mehr schwer zu toppen“, meinte der Vorsitzende des Trägervereins „Lebendige Innenstadt Gersthofen“, Gerardo Olita bei einem Pressegespräch im Foyer der Stadthalle. Dennoch gelang es den Verantwortlichen beim kommenden Spektakel noch eins draufzusetzen. Quasi das I-Tüpfelchen, wie Max Lenz meinte. Und das heißt „Glasperlenspiel“. Das Duo wird mittlerweile als nationaler Top-Act gefeiert und tritt bei der „kulturina“ am Montag, 8. August, auf

.
Doch das ist längst nicht alles. Das Sommer-Festival bietet von Freitag bis Sonntag, 5. und 7. August, wieder „Aufführungen der Spitzenklasse“, wie Veronika Wanninger vom Programmteam versprach. „Erneut bieten drei Bühnen die verschiedensten Musikgenres.“ Rund 30 Künstler seien bereits für das Sommer-Festival gebucht worden. „Darunter sind bekannte Namen wie die Presley Familie, die Killerpilze, Hundling und der Kabarettist Josef Brustmann“, so Wanninger.
Besonders stolz sind die Macher über die partielle Sperrung der Bahnhofstraße während der heurigen „kulturina“. Dies sei eine wichtige Verbesserung, resümierte Gerardo Olita. „Dadurch können wir im Bereich des Ballonmuseum bestmögliche Sicherheit für die Besucher gewährleisten und die dortige Bühne nochmals deutlich aufwerten.“

Alles kommt auf den Prüfstand

Ein solches Event kann natürlich nicht von heute auf morgen gestemmt werden. „Die Planungen laufen bereits seit Oktober 2015“, unterrichtete zweiter Vereinsvorsitzender Benjamin Knauth. Ausgangspunkt sei immer eine Klausur, bei der alles, vor allem auch die Erfahrungen aus der letzten Veranstaltung, auf den Prüfstand komme. „So stellen wir sicher, an den richtigen Punkten anzusetzen.“
Mit dem bisher Erreichten zeigten sich die Verantwortlichen mehr als zufrieden. Die „kulturina“ sei längst in der gesamten Region von Bayerisch-Schwaben angekommen, urteilte Olita. Seit dem Beginn im Jahr 2010 seien die Besucherzahlen stetig gestiegen. Mittlerweile liege man bei 40.000 Gästen. Im letzten Jahr habe man mit einem erweiterten Konzept zudem deutlich mehr Familien und Kinder begrüßen können, freute sich Olita.
Stolz zeigte sich Benjamin Knauth darüber, dass das Spektakel ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern auf die Beine gestellt werde. Von dem 80 Mitglieder umfassenden Verein habe sich ein Team von 15 bis 20 Leuten herauskristallisiert, das während des ganzen Jahres aktiv für die „kulturina“ tätig ist.

„Hervorragend angelegtes Geld“

Der Verein verfüge für das Festival über ein Budget von 130.000 bis 150.000 Euro, teilte der Vorsitzende mit. Diese Kosten würden über Sponsoren, Standmieten, einem Zuschuss der Stadt und Spenden der Besucher gedeckt. Ziel sei es, jede Festivalrunde mit einer schwarzen Null abzuschließen. 2015 sei mit einem Gewinn in Höhe von 3.000 Euro abgeschlossen worden, informierte darüber hinaus Knauth. Ein gewisses Restrisiko, vor allem bei schlechtem Wetter, würde dennoch bestehen.
Der von der Stadt beigesteuerte Zuschuss sei hervorragend angelegtes Geld, erklärte Bürgermeister Michael Wörle. Die „kulturina“ habe zwischenzeitlich überregionale Bedeutung erlangt und trage mit zum guten Image der Stadt bei. „Hier treffen sich Jung und Alt“, verdeutlichte er. Mit dem „Klingenden Gersthofen“ richte man sich zudem erfolgreich an die ältere Generation.

Nationaler Top-Act

Die Idee für ein großes Konzert habe schon lange vorgeschwebt, erzählte Max Lenz zur Umsetzung des diesjährigen Open-Airs auf dem Rathausplatz am 8. August. Unterstützung bei der Umsetzung kam von Stefan Meitinger. Mit etwas Glück sei schließlich der Kontakt zu „Glasperlenspiel“ zustande gekommen, so der Gastronom. Das Duo, das bereits mit vier Goldenen Schallplatten ausgezeichnet wurde, hat sich mit seinem Elektropop, den Hits „Geiles Leben“, „Nie vergessen“ und „Paris“ sowie dem aktuellen Album „Tag X“ eine eigene lukrative Nische in der Popszene geschaffen.
Während die „kulturina“-Veranstaltungen vom 5. bis 7. August kostenlos sind, muss für das „Glasperlenspiel“-Konzert Eintritt in Höhe von 29,90 Euro berappt werden. Als Support tritt der Folk-Musiker Matteo Capreoli auf. Das Gastspiel können maximal 2.000 Zuschauer miterleben. Mehr seien aus Sicherheitsgründen nicht möglich, so Max Lenz.

Von Siegfried P. Rupprecht
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.