Kunstpreis Gersthofen: Sie berühren Auge und Ohr

So sehen strahlende Kunstpreis-Gewinnerinnen aus: (von links) Miriam Ruf und Bettina Aust. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Die Stadt zeichnet dieses Jahr zwei Preisträgerinnen aus: Bettina Aust und Miriam Ruf. Ein Fagott-Trio erhält einen Sonderpreis. Bürgermeister schwärmt von "qualitativ hochwertigen Leistungen".

Bürgermeister Michael Wörle und der künstlerische Leiter des diesjährigen Kunstpreises im Bereich der Musik, Wolfgang Reß, schwärmten bei der Verleihung in der Stadthalle von der großen Musikalität und dem hohen spielerischen Niveau der Teilnehmer. Eigentlich hätten heuer mehr Musiker ausgezeichnet werden müssen, meinte Reß. Dem Rechnung tragend, prämierte die Jury dann auch nicht einen Interpret, sondern gleich zwei, nämlich Bettina Aust (Klarinette) und Miriam Ruf (Harfe).

Mit dem Kulturpreis, gestiftet von der VR-Bank Handels- und Gewerbebank, habe die Stadt seinen Stellenwert in Kunst und Kultur weit über die Stadtgrenzen hinaus erweitert, stellte Bürgermeister Michael Wörle in seiner Begrüßung fest. Besonders angetan sei er von den qualitativ hochwertigen Leistungen der Kunstpreis-Teilnehmer.

15 Solisten, ein Duo und ein Trio präsentierten sich diesmal der hochkarätigen Jury, der Agnes Habereder, Stefan Blum und Stephan Kaller angehörten. Bei den zweitägigen Wertungsspielen seien sowohl bekannte und bewährte Stücke als auch Modernes zu Gehör gekommen, so der Bereichsleiter der VR-Bank, Wolfgang Bader, bei der Preisverleihung.

Keine leichte Entscheidung

Wolfgang Reß, der künstlerische Leiter des Wettbewerbs, hob in seiner Laudatio zunächst die große Bedeutung der Musik hervor. Sie gehöre zum Leben, schaffe Identifikation und führe Menschen unterschiedlicher Kulturen zueinander. Die Jury habe diesmal keine leichte Aufgabe gehabt, plauderte er aus dem Nähkästchen. Doch nach längerer Beratung sei einstimmig beschlossen worden, den mit 3500 Euro dotierten Preis zu teilen und zudem einen Sonderpreis zu vergeben.

Sowohl Bettina Aust als auch Miriam Ruf hätten auf sehr hohen technischem Niveau gespielt, zudem eine große Persönlichkeit und Ausstrahlung in ihr Spiel eingebracht. "Beide bewiesen eine reife Klangqualität und eine spürbare Beziehung zwischen Instrument und Interpret", so Reß. "Sie berührten beide Auge und Ohr."

Der mit 500 Euro ausgestattete Sonderpreis ging an das Augsburger Fagott-Trio mit Laurens Zimpel, Raphael Sirch und Johannes Stefaniak. Hier verwies der Laudator auf das "überaus gelungene und beeindruckende Ensemblespiel". Das Trio habe "wunderbar in sich stimmige Interpretationen" vorgetragen.

Nach der Laudatio zeigten die Preisträger eindrucksvoll ihr musikalisches Können. Viel Beifall erhielt aber auch das Percussion-Trio "Schlag3" mit Florian Reß, Sebastian Hausl und Fabian Strauß. Es steuerte zur Preisverleihung die Stücke "Stubernic", "Danzas Espanolas" und "Trio Per uno I" bei. Dabei servierten die drei Musiker fließende und perlende Klangkaskaden, gepaart mit fulminanter Kraft und viel Esprit.
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