Mittelschule in Gersthofen sollte Anna-Pröll-Schule heißen

Anna Pröll, www.anna-film.de (Foto: privat)
Gersthofen: Wirtshaus am Sportplatz | Diesen Standpunkt vertritt der Vorstand der Gersthofer SPD. Die Widerstands-kämpferin und Augsburger Ehrenbürgerin Anna Pröll hat mehr als die Hälfte ihres langen Lebens in Gersthofen verbracht. Sie kämpfte unentwegt gegen Faschismus und für Demokratie. Wann hat eine Stadt schon mal eine Gelegen-heit einerseits einer verdienten Bürgerin eine solche Ehre zukommen zu lassen und andererseits für eine Schule gelebte Demokratie greifbar zu machen. Dies sollte laut der Ortsvereinsvorsitzenden Janine Hendriks ein parteiübergreifendes Anliegen sein.

Gerade in einer Zeit, wo in vielen europäischen und nicht europäischen Ländern undemokratische Strömungen um sich greifen, könnte Gersthofen ein Zeichen setzen. Anna Pröll war fast 40 Jahre als Zeitzeugin unter anderem in Schulen unterwegs, um sich für die Werte der Freiheit, des Friedens und der Gerechtigkeit stark zu machen. Das Geschichtsprojekt „Zwangsarbeit in Gersthofen“ ist nicht zuletzt auf sie zurückzuführen. Intoleranz, Rassismus und Gewalt war für sie immer wieder ein Motor um sich beharrlich für die so verletzliche Demokratie einzusetzen. „Der Mittelschule Gersthofen den Namen Anna-Pröll-Schule zu geben wäre gerade jetzt das richtige Signal“, meint Janine Hendriks.

Signal für weitere Namensvorschläge

Die Namensvorschläge aus Kunst und Ballonfahrt hätten für diese Schule nicht im Ansatz einen vergleichbaren pädagogisch-didaktischen Wert. Sollte wirklich ein Ballonfahrtpionier in Gersthofen verewigt werden, könnte das Ballonmuseum entsprechend dem „Zeppelin-Museum“ zum Beispiel in „Auguste-Piccard-Museum" umbe-nannt werden.
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