Nikoläuse bescheren im Sommer

Die Spenden aus der jährlichen Nikolausaktion der Gersthofer Kolpingfamilie gehen an soziale Einrichtungen. Dort kommen sie Kindern zugute, gemäß des Nikolaus-Spendenmottos „Von Kindern für Kinder“. Foto: privat
 
So sieht es aus, wenn die Nikoläuse der Kolpingfamilie in Gersthofen „ausschwärmen“, um die Kinder zu besuchen. Foto: privat

Wenn im Sommer Nikoläuse unterwegs sind, dann kann es sich nur um die Rauschebart-Truppe der Gersthofer Kolpingfamilie handeln. Das Team um Reinhold Dempf verteilte nun die freiwilligen Spenden, die es im Rahmen seiner Nikolaus-Aktion erhielt. Über Geldbeträge freuten sich das Josefsheim Reitenbuch, das Marienheim Baschenegg, das Appartmenthaus für Mutter und Kind, der Paulihof, das Kinderheim Sankt Maria und der Kindergarten Credolino.

Die Nikoläuse machen sich über die Geldspritzen viele Gedanken. „Wir wollen eine möglichst breit gestreute Spendenverteilung erreichen“, verdeutlichte „Obernikolaus“ Reinhold Dempf. „Nutznießer sollen soziale Organisationen sein, die nicht im Mittelpunkt der Öffentlichkeit stehen.“ Dabei lege man großen Wert darauf, dass die durch die Aktion eingesammelten Spenden stets Kindern zu Gute kommen.
Die Nikolausaktion der Kolpingfamilie Gersthofen geht bis in die 1950er-Jahre zurück. Initiiert wurde sie von Alfred Steiner und Ernst Kirchgeßner. Ziel der Aktion war, Kindern von Mitgliedern der Kolpingfamilie, den Nikolausbesuch zu ermöglichen.

Tradition pflegen

Heute besucht das Nikolausteam den ganzen Dezember über Kinder, Schulen und Vereine. Wie in den Gründungszeiten ist der Besuch kostenlos. Spenden
werden jedoch gerne entgegengenommen. Eine Nikolausgruppe besteht jeweils aus Bischof Nikolaus, Knecht Ruprecht und einem Fahrer.
Seit 1989 leitet Reinhold Dempf die Kampagne. Ein weiteres Ziel der Nikolausaktion sei es, die Tradition des Bischof Nikolaus – und nicht die des kräftig im Werbegeschäft verwickelten Weihnachtsmannes - zu pflegen und fortzuführen, betont der Leiter.

Viele Wünsche werden erfüllt

Die Empfänger der Spenden sahen diese als „wunderbare Überraschung“, so wie Schwester Gudrun Reichart vom Kinderheim Sankt Maria in Oberstaufen-Kalzhofen. Ähnlich äußerte sich Heimleiter Norbert Haban. Für das Josefsheim Reitenbuch schaffte er von der Spende für die dortigen Wohngruppen drei Laptops an. Im Marienheim Baschenegg will er die dortigen Kinder zum Schulanfang mit „ordentlichem Schulmaterial“ ausrüsten. Zudem kauft er zwei Zelte für Gruppenurlaube und finanziert für die Kinder Nachhilfeunterricht.
Eine Einrichtung, die sich ebenfalls groß über die Spende freute, war das Appartementhaus für Mutter und Kind in Augsburg. Das Haus ist eine Anlaufstelle für schwangere Frauen, die auf eine sozialpädagogische Beratung und Begleitung angewiesen sind. Das Geld werde für drei Fahrrad-Kindersitze und Helme sowie für eine wöchentliche Lieferung einer Kiste mit Obst verwendet, so Barbara Lamprecht.

Kinderseelen heilen

Beim Paulihof in Kühbach werden im Rahmen der Heilpädagogik Tiere als Therapeuten eingesetzt, um verletzte Kinderseelen zu heilen. Die Spende werde als Zuschuss für eine Gruppenfahrt an die Ostsee und für einen Garten-Schwimmteich eingesetzt, erklärte Bereichsleiterin Ulrike Heigenmooser.
Viel vor hat mit dem Geld auch der Kindergarten Credolino. Die Einrichtung wolle mit dem Betrag eine Bewegungsbaustelle sowie Musikinstrumente anschaffen, so Jessica del Castillo erfreut. (spr)
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