Weg mit den Barrieren

Der Gersthofer VdK ehrte treue Mitglieder: (vorne von links) Resi Hadatschy, Waltraud Sturm, Helga Dankesreiter, Susanna Nimbach und Maria Kuntschar Maria sowie (hinten von links) Helmut Garron, zweiter Vorsitzender Thomas Schulz, Peter Fischer, Vereinschef Christian Miller, Xaver Rothmair und Josef Dankesreiter. Foto: privat

Der Gersthofer Ortsverein des Sozialverbands VdK machte sich bei der Jahreshauptversammlung für eine barrierefreie Gesellschaft stark. Kreisehrenvorsitzender Paul Hirschvogl erklärte, dass Deutschland vom Anspruch, Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen herzustellen, nach wie vor weit entfernt sei. In diesem Zusammenhang forderte er auch die Stadt Gersthofen auf, sich deutlicher als bisher zu positionieren.

Vereinsvorsitzender Christian Miller sprach von einem „guten Vereinsleben“ im abgelaufenen Jahr. Auch die Geselligkeit sei unter den Mitgliedern nicht zu kurz gekommen. Er erinnerte dabei unter anderem an den Muttertagausflug und die Herbstfahrt.
Miller ging zudem auf die Mitgliederzahl des Sozialverbands vor Ort ein. Er weise derzeit einen Stand von 635 auf. Damit gehöre der VdK mit zu den großen Vereinen in Gersthofen, betonte er erfreut.
Paul Hirschvogl packte in seiner Rede ein Problem an, das sowohl vor Ort als auch bundesweit bestehe. Jeden Tag würden Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigung auf viel zu viele Barrieren im Alltag stoßen, verdeutlichte er. Als Beispiel dafür führte er das Verreisen mit der Bahn, der Gang zum Arzt oder ins Kino an.

Viel zu viele Hindernisse

Deshalb fordere der VdK klare gesetzliche Regelungen, damit Wohnungen, öffentliche Gebäude, Verkehrsanalgen und -mittel, aber auch private Dienstleistungen für alle ohne Hindernis und ohne Hürdenlauf zugänglich werden. Dabei dürfe es aber bei Willensbekundungen nicht bleiben. Hirschvogl nannte dazu verbindliche Fristen zur Herstellung von Barrierefreiheit mit entsprechenden Kontrollen und Sanktionen. Dafür setze sich der VdK in seiner bundesweiten Kampagne „Weg mit den Barrieren!“ ein.
Hirschvogl erläuterte auch, dass Barrierefreiheit nicht an den Kosten scheitern dürfe. Bei einem Leben ohne Hindernis würde nämlich eine ganze Bevölkerungsschicht profitieren, Ältere, Kinder, Eltern sowie alle, die zeitweise in ihrer Mobilität eingeschränkt seien. Um dies zu erreichen, müsse auf allen politischen Ebenen Druck aufgebaut werden, resümierte der Kreisehrenvorsitzende. Das fange bereits bei der Stadtregierung vor Ort an.

Zahlreiche Ehrungen

Traditionell fand bei der Jahreshauptversammlung auch wieder eine Reihe von Ehrungen statt. Für zehnjährige Mitgliedschaft wurden Klaus Berger, Peter Fischer, Erich Geisenberger, Gerd-Michael Hasenbein, Gisela Hausmann, Joseph Kiendl, Herbert Franz, Susanna Nimbach, Fritz Landerer, Xaver Rothmair, Peter Stecher, Heinrich Stallwanger, Helmut Garron, Klaus Nagler, Gerd Schuler, Helene Steinbichler, Ivan Vuradin, Annemarie Walter-Urban, Tobias Weck und Moritz Riesenberg geehrt.
Auf 20 Jahre Vereinstreue blickten Resi Hadatschy, Hannelore Hug, Maria Kiendl, Maria Kuntschar, Reinhold Schamal, Adolf Schmid, Maria Vogel und Reiner Hoffmann. Für 25 Jahre wurden Helga und Josef Dankesreiter ausgezeichnet. Auf gar 40-jährige Mitgliedschaft brachten es Petra Anner und Waltraud Sturm. (spr)
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