Wichtig: stressarmer Umgang bei der Pflege

90 Prozent der Demenzerkrankungen, davon wiederum 60 Prozent Alzheimer, seien primäre Demenzformen, die direkt mit einer dauerhaften Gehirnschädigung verbunden und deshalb nicht heilbar sind. Das waren die wesentlichen Erkenntnisse eines Vortrags im Pfarrzentrum Oscar Romero, zu dem der Seniorenbeirat der Stadt Gersthofen eingeladen hatte und rund 60 Gäste begrüßen konnte. Referent war der Vorsitzende der Alzheimer-Gesellschaft in Augsburg, Dr. Jens Schneider.

Er beleuchtete das Thema Demenz sowohl von der theoretischen als auch von der praktischen Seite. Bei einem Zehntel jedoch - der sekundären Demenzform – sei eine andere Erkrankung ursächlich, betonte Schneider. Hier könne eine erfolgreiche medizinische Behandlung eine Rückbildung der Demenzerkrankung bewirken. „Eine ärztliche Diagnose ist also bei Auftreten von Demenzerkrankungssymptomen dringend erforderlich“, verdeutlichte er.

Hilfreiches Netzwerk

Besonders wichtig in den Ausführungen des Referenten waren die vielen praktischen Hinweise zur stressarmen Bewältigung des Umgangs mit und der Pflege von demenzkranken Angehörigen. Dabei verwies er auf ein Netzwerk an Hilfeeinrichtungen im Landkreis Augsburg.
Dies sollten Betroffene und pflegende Angehörige unbedingt nutzen, appellierte Schneider. Informationen darüber erhalte man bei der Seniorenberatung des Landkreises und über das Alzheimer-Telefon Augsburg. (pm/spr)
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