Wieder Spaß für Kufenflitzer

In früheren Jahren konnten Schlittschuhläufer beim „Wintertraum“ auf echten Eis ihre Runden drehen. Jetzt besteht die Fläche aus speziellen Kunststoffplatten, die dennoch Eislauf-Feeling erzeugen. Foto: privat

Eislauffläche aus speziellen Kunststoff: Die Stadt Gersthofen installiert einen neuen 400 Quadratmeter großen „Wintertraum“ am Rathausplatz.

Eislaufbegeisterte können auf dem Rathausplatz wieder ihre Runden drehen. Ab Donnerstag, 19. November, soll das Kufenvergnügen Realität werden. Dann steht für Schlittschuhläufer eine rund 400 Quadratmeter große Bahn zur Verfügung.

Zum langjährigen „Wintertraum“ weist die Attraktion allerdings einen gravierenden Unterschied auf. Es handelt sich jetzt nicht mehr um eine Eisbahn im herkömmlichen Sinn, sondern um eine Fläche aus speziellen Kunststoffplatten. Das heißt: Sie kommt ohne Wasser und Strom aus, und ist darüber hinaus noch pflegeleicht.

Dennoch weist sie sehr gute Gleiteigenschaften auf. Mit dieser Variante werden die Unterhaltskosten für die Stadt deutlich gesenkt.

In der letzten Saison des „Wintertraums“ vom 26. November 2010 bis 30. Januar 2011 machten die städtischen Zuschusskosten rund 100 000 Euro aus. Sieben große Kühlaggregate hielt das Eis für die Kufenflitzer kalt. Für den damaligen Stadtrat das Signal, dem Eislaufspaß aus Kostengründen eine Ende zu bereiten.

Der alte „Wintertraum“ bot von November 2000 bis Januar 2011 auf dem großen Rathausplatz auf 450 Quadratmetern Schlittschuhspaß. Betreiber war damals die Image.de Event und Medien Agentur.

Geschäftsführer Werner G. Lengenfelder bezeichnete die Veranstaltung als „das größte Open-Air-Jugendzentrum Bayerns“.

Der Eintritt betrug zuletzt für Kinder, Schüler, Studenten und Senioren 1,50 Euro. Erwachsene bezahlten drei Euro. Jeweils montags lockte der Winterspaß mit nur 99 Cent. Jeden Freitag- und Samstagabend sorgte die Ice-Disco für fetzige Musik und coolen Partysound. So wurde die Eisbahn rasch zu einer beliebten Einrichtung, die von der ganzen Familie genutzt wurde. Pro Saison zählte der Betreiber zwischen 25 000 und 30 000 Gäste.

Neuanfang


Doch die Eislaufbahn lebte nach dem Aus im Herzen der Bevölkerung weiter. In verschiedenen Bürgerumfragen wurde immer wieder der Wunsch nach einer Neuauflage geäußert.

Ende des vergangenen Jahres leitete der Finanzausschuss des Stadtrats mit knapper Mehrheit einen Neuanfang der Eislaufbahn in die Wege. Das Gremium stellte bei den Beratungen zum Haushalt 65 000 Euro ein. Das heißt: Mehr darf der Eislaufspaß der Stadt nicht Kosten.

Ziel der Stadt ist, mit der neuen Bahn eine Attraktivitätssteigerung des dann auf den kleinen Rathausplatz verlegten Weihnachtsmarkts zu erzielen. Zudem soll das Eislaufvergnügen der Zentrumsbelebung und als Anziehungspunkt vor allem für Familien und Kinder dienen. (spr)
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