Abstriche bei der Neugestaltung

Die Umgestaltung des Gersthofer Bahnhofsareals schreitet weiter voran. Der Stadtrat hat eine Reihe von Gestaltungen konkretisiert und beschlossen. Symbolfoto: obs/Deutsche Bahn AG

Der Gersthofer Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung die Umgestaltung des Bahnhofsgeländes weiter konkretisiert. Außerdem haben die Gremiumsmitglieder die Kosten für das Projekt reduziert.

Beschlossen wurde auch eine Änderung der sogenannten „Sperrpause“ für den Bau der Eisenbahnüberführung. Diese wurde von der Deutschen Bahn für Frühling 2018 angeboten. Doch dieser Zeitpunkt ist wegen der Planungs- und Genehmigungsabläufe für die Stadt nicht durchführbar. So soll für 2019 eine neue Sperrpause beantragt werden.
Statt Kaphaltestellen werden jetzt Busbuchten an der Bahnhofstraße erstellt.
Dies ging auf einen Wunsch der Gersthofer Verkehrsgesellschaft (GVG) zurück, damit Busse dort eventuelle Wartezeiten überbrücken können. Die Umplanung verursacht allerdings Kosten von rund 108.000 Euro. Neben den Bushaltestellen an der Bahnhofstraße erhält auch der westliche Park & Ride-Platz zusätzliche Busstopps. Verwaltung und Planer hatten argumentiert, dass dort Wartezeiten für Busse kein Problem und der Weg der Fahrgäste kurz und komfortabel wäre. Diese Lage favorisierte wegen der höheren Sicherheit auch Polizei, Straßenbauamt und der Behindertenbeauftragte des Landratsamts.

Naturschutz spricht mit

Die Gremiumsmitglieder verständigten sich weiter darauf, östlich der Bahnlinie zusätzlich einen Park & Ride-Platz mit 24 Stellplätzen zu errichten. Verwirklicht wird er jedoch nur, wenn dies aus naturschutzfachlicher Sicht möglich ist.
Dem dortigen Zauneidechsenbestand würde eine Verschiebung sogar zu Gute kommen, meinte das Stadtbauamt. Mehr Beeinträchtigungen könnte es allerdings für die Saatkrähenkolonie geben. Deshalb müsse laut Verwaltung zunächst eine Kartierung der Saatkrähennester durchgeführt werden, um festzustellen, wie viele Tierdomizile tatsächlich betroffen wären. Die Entfernung einzelner Nester, die als geschützte Lebensstätten gelten und auch im nicht bewohnten oder genutzten Zustand erhalten bleiben müssen, wäre mit einer Ausnahmegenehmigung möglich, hieß es weiter.

Keine Stege durchs Wäldchen

Der südliche Bahnsteigzugang wird nun statt mit einer Treppe mit einer Rampenanlage ermöglicht. Diese neue Variante bringt eine Einsparung von rund 350.000 Euro. Bei einem barrierefreien Zugang würden aber weitere Kosten entstehen, da dann wein zusätzlicher Weg gebaut werden müsste.
Änderungen gibt es auch bei der Gestaltung des kleinen Walds. Dort verzichteten die Stadträte auf Stege. Die damit verbundene Einsparung schlägt mit circa 48.000 Euro zu Buche. Außerdem erfährt die angedachte Reminiszenz an das alte Bahnhofsgebäude eine Veränderung. Diese Umplanung spart Kosten von rund 25.000 Euro ein.
Übrigens: Das bisherige Kostenvolumen für die Neugestaltung des Bahnhofsareals beläuft sich inklusive Toilettenanlage auf 9,5 Millionen Euro. Davon sind 1,8 Millionen Euro Ausgaben für Straßenbau und Kreisverkehr an der Zufahrt zum Hery-Park und 3,6 Millionen Euro für die Bahnüberführung. (spr)
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