Antworten zum Gerentogarten

Ein Gerentogarten – unser Bild zeigt eine solche Einrichtung im Seniorenstift Germering – ist eine besonders effektive Form der Therapie. Unruhe, Aggressionen und Angstzustände, unter denen Menschen mit Demenz häufig stark leiden, werden damit minimiert. Foto: BG Immobiliengruppe

Die Fraktionen im Gersthofer Stadtrat und der Seniorenbeirat haben mittlerweile die Stellungnahme des Seniorenzentrums der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an der Kreuzstraße im Zusammenhang mit der Errichtung eines Gerontogartens erhalten.

Anlass dazu war die Diskussion über einen Zuschuss für einen Gerontogarten in der November-Sitzung des vergangenen Jahres im Sozial- und Ordnungsausschuss (wir berichteten). Dort wurde vorgeschlagen, einen Fragenkatalog der Fraktionen und des Seniorenbeirats zu erstellen und der AWO zukommen zu lassen. Zudem wurde die Stadtverwaltung um Klärung einiger Fragen gebeten.

Fragenkatalog

So wurde unter anderem gefragt, inwieweit und in welchem Umfang bisher vergleichbare Vorhaben im privatwirtschaftlichen Umfeld durch freiwillige Zuschüsse von der Stadt unterstützt wurden. Antwort: Es sei kein vergleichbares Projekt bekannt, welches von der Stadt bezuschusst wurde.
Eine weitere Frage der W.I.R.-Fraktion lautete: Das Alten- und Pflegeheim Paul-Gerhard-Haus der Diakonie in Gersthofen verfügt bereits über einen Gerontogarten. Wurde dieser von der Stadt unterstützt? Die Antwort dazu: Der Gerontogarten sei mit dem Bau des Paul-Gerhard-Hauses erstellt worden. Eine Bezuschussung durch die Stadt sei nicht erfolgt.
Und: Sollte ein Zuschuss für den Gerontogarten gegeben werden: Wie wird in Zukunft verfahren, wenn Gersthofer Senioreneinrichtungen für weitere Investitionen Zuschüsse beantragen? Antwort: Das sei eine politische Entscheidung, die der amtierende Stadtrat festlegen muss.

Ein Garten für die Sinne


Ein Gerentogarten ist in erster Linie ein Freiraum für Demenzkranke. Dort sollen ihre Sinne durch Anstöße von außen angeregt werden. Zielsetzung bei der Planung ist es, verschiedene Gefühlsräume zu schaffen und diese in einem harmonischen Gesamtgefüge darzustellen. Der Gerentogarten löst durch Farben, Materialien, Formen, Wind- und Klangspiele über die Sinne bestimmte Gefühle aus. Sie können ausgelebt werden und verlieren damit ihre bedrückende Intensität.

Termin vor Ort vorgeschlagen

Nachdem die Stadtratsfraktionen und der Seniorenbeirat sowohl den zusammengefassten Fragenkatalog als auch die Stellungnahme der AWO und die Antworten zur Kenntnis genommen haben, könne ein Termin vor Ort im AWO-Seniorenzentrum im Mai angesetzt werden, so der Vorschlag der Stadtverwaltung. (spr)
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