Bäder sollen saniert werden

Der Gersthofer Stadtrat hat sich mehrheitlich für die Prüfung einer Sanierung des Hallenbads (Foto) und der Gerfriedswelle entschieden. Foto: Stadt Gersthofen

Bei der Bäderentwicklung der Stadt Gersthofen hat sich nun auch der Stadtrat positioniert. Mehrheitlich beschloss das Gremium eine detaillierte Untersuchung zur Sanierung des Hallenbads an der Brucknerstraße und der Gerfriedswelle an der Sportallee.

Damit kam der Stadtrat einer Empfehlung des Werkausschusses nach. Dieser hatte zunächst sechs vom „Arbeitskreis Bäder, Schulen und Sportstätten“ vorgelegte Szenarien abgeklopft (wir berichteten). Daraufhin legten die Ausschussmitglieder drei grundsätzliche Varianten fest: die Sanierung der Bäder am bestehenden Standort, ein neues Kombibad an der Sportallee und einen Neubau auf der sogenannten „grünen Wiese“.
Den größten Konsens erreichte die Sanierungsvariante an den bestehenden Standorten. Nicht mehrheitsfähig war ein Neubau. Dieses Projekt wurde von Bürgermeister Michael Wörle sowie jeweils von den beiden Vertretern der Freien Wähler und SPD/Die Grünen unterstützt. Dagegen stimmten geschlossen CSU, W.I.R. und Pro Gersthofen. Das Szenarium Kombibad erhielt eine knappe Mehrheit.

Detaillierte Machbarkeitsprüfung

Die nun auch vom Stadtrat getragene Sanierungsvariante setzt eine detaillierte Machbarkeitsprüfung voraus. Neben der genaueren Kostenermittlung soll die Analyse der Verwaltung ergeben, unter welchen Voraussetzungen eine Sanierung technisch und finanziell umzusetzen sei. Ziel der Sanierung ist ein langfristiger Betrieb der beiden Bäder von mindestens 20 Jahren.
Endgültig entschieden ist die Sanierungsmaßnahme allerdings nicht. Sollte eine Sanierung der beiden Bäder am alten Standort nicht möglich sein - beispielsweise wegen der Bausubstanz oder der Lärmthematik - käme das Szenarium Kombibad oder gar eventuell wieder die Alternative eines Neubaus ins Spiel.

SPD nach wie vor für Neubau

Letzteres würde die Stadtratsfraktion von SPD/Die Grünen begrüßen. Sie favorisiert nämlich nach wie vor die Errichtung eines neuen und kombinierten Frei- und Hallenbads im Areal nördlich der Thyssenstraße. Auch eine Wohnbebauung im Rahmen von Europan sei dadurch dort nicht ausgeschlossen, meint SPD-Stadtrat Klaus Greiner.
Nach seiner Auffassung wäre dieser Standort optimal, da er ausreichend Platz bietet und innerörtlich gut mit Bussen und anderen Verkehrsmitteln erreichbar wäre. „Ein weiteres Argument für diesen Vorschlag ist die wesentlich verbesserte Parkplatzsituation und somit die Entlastung des derzeitigen Wohngebiets in der unmittelbaren Nähe des Freibads an der Sportallee“, so Greiner. Und zur Sanierungsvariante: „Bei Erhalt der bisherigen Schwimmbäder würden unangemessen große Sanierungskosten auf die Stadt zukommen.“
Soweit die Meinung und Argumentation der SPD/Die Grünen-Fraktion.

Endgültiges Vorgehen dauert noch

Zurück zum aktuellen Stadtratsbeschluss: Nach der Prüfung der Sanierungsvarianten, die sicherlich lange Zeit in Anspruch nimmt, gibt die Verwaltung einen Zwischenbericht ab. Davon abhängig erfolgt die endgültige Diskussion zum weiteren Vorgehen bei der Bäderentwicklung. (spr)
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