Brücke auf städtischer Trasse

Diese Streckenführung der Schmutterbrücke an der Gailenbacher Mühle gehört bald der Vergangenheit an. Der Ersatzneubau wird nun auf der städtischen Trasse durchgeführt. Dort lag bereits vor 40 Jahren ein Brückevorgänger. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Die Stadt konnte mit den Eigentümern beim Grunderwerb im Rahmen des Ersatzneubaus der Schmutterbrücke an der Gailenbacher Mühle keine Einigung erzielen. So kommt dort nun die sogenannte „städtische Trasse“ zur Umsetzung.

Ursprünglich hatte eine andere Variante Priorität. Die neue Brücke sollte an der Stelle des heutigen Holzprovisoriums hergestellt werden. Diese Trasse erforderte allerdinge einen Grunderwerb von circa 250 Quadratmetern.
Der Vorteil dieser Variante war der günstigere Baupreis und die automatische Wahrung des Flussquerschnitts. Die Verkehrsführung hätte der heutigen entsprochen. Dieses Projekt wurde mit rund 298.000 Euro veranschlagt.
Nachdem sich der Bauausschuss der Stadt prioritätsmäßig für diese Variante ausgesprochen hatte, nahm das Stadtbauamt mit den betroffenen Anliegern Kontakt auf. Doch beide Grundstücksbesitzer erteilten der Stadt eine schriftliche Absage.
Weiter wurde damals die Verwaltung vom Bauausschuss beauftragt, die andere Variante zu verfolgen, wenn der Grunderwerb scheitere. Das Bauamt veranlasste daraufhin die Planung dieser Variante.
Bei diesem Szenario kommt die Brücke auf der städtischen Trasse zu liegen, also dort, wo vor 40 Jahren die ehemalige Brücke lag. Die Spannweite beträgt 14,80 Meter lichter Querschnitt. Die Herstellungskosten dafür schätzt das Bauamt ohne Nebenkosten auf rund 326.000 Euro und damit circa 30.000 Euro teurer als die zuerst ins Auge gefasste Variante.

Höhere Baukosten

Der Vorteil dieser Variante liegt in der eleganteren Verkehrsführung. Zudem gehört der erforderliche Grund und Boden bereits der Stadt Gersthofen. Damit besteht Baufreiheit. Nachteile sind die höheren Baukosten und Kosten für die Sicherung des heutigen Flussquerschnitts.
Kein Veto kommt übrigens vom Wasserwirtschaftsamt und der Unteren Naturschutzbehörde. Mit diesen wurden die bisherigen Planungen vorbesprochen. Sie hatten ihr Einverständnis für beide Varianten signalisiert.
Auch die finanziellen Auswirkungen wurden geklärt. Aus dem Haushalt stehen 325.000 Euro zur Verfügung. Zusätzlich werden nicht benötigte Mittel aus dem letzten Jahr im Rahmen des Regenwasserkanals Edenbergen in Höhe von 25.000 Euro übertragen. Die Verwaltung schreibt nun die Leistungen für den Brückenneubau öffentlich aus. (spr)
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