Der Kampf ums Gymnasium

Die Stadt- und Kreisräte der Freien Wähler bei ihrer gemeinsamen Sitzung im Gersthofer Rathaus. Foto: privat

Die Sanierung des Paul-Klee-Gymnasiums in Gersthofen stand im Fokus einer gemeinsamen Fraktionssitzung der Kreisräte der Freien Wähler im Landkreis Augsburg und der Mitglieder der FW-Stadtratsfraktion vor Ort. Als positiv bewerteten die Teilnehmer in diesem Zusammenhang den Erfolg ihrer Bemühungen, die avisierte Sanierung des längst an seiner Kapazitätsgrenze angelangten Gymnasiums zu beschleunigen.

Im Kreistag hatten die Parteifreien im Jahr 2014 eigens den Haushalt abgelehnt, weil sie mit weiteren Verzögerungen im Hinblick auf das Paul-Klee-Gymnasium nicht einverstanden waren. In der Folge werde nun doch versucht, das Projekt noch in dieser Wahlperiode anzugehen, hieß es. „Unsere Kooperationsvereinbarung mit der CSU aus der letzten Wahlperiode sah vor, dass heute längst die Bagger rollen müssten. Weil ganze Schülergenerationen unterdessen in Containern unterrichtet werden müssen war es richtig, auf einen Neubau in der fernen Zukunft zu verzichten und eine schnellstmögliche Sanierung einzufordern“, konstatierte FW-Fraktionschef und Stadtrat Dr. Markus Brem.

Kein Ausweichen in Mittelschule

Als eine „besondere Herausforderung“ bezeichnete Bürgermeister Michael Wörle die Frage, wie der Schulbetrieb während der Baumaßnahmen aufrechterhalten werden könne. Ein Ausweichen in die Mittelschule, das die Freien Wähler schon vor Jahren vorgeschlagen hatten, komme hierbei nicht mehr in Frage, meinte er. „Das wäre dann sinnvoll gewesen, wenn beide Maßnahmen in einem zeitlichen Zusammenhang gestanden hätten. Weil sich die Sanierung unseres Gymnasiums so lange verzögert hat, geht das nun aber nicht mehr“, erklärte Wörle.

Verlagerung wäre „Unsinn“

Für „Unsinn“ hält Fraktions-Vize Fabian Mehring vor diesem Hintergrund Überlegungen, das Gymnasium zeitweise vollends in eine andere Stadt zu verlagern: „Die Liegenschaften in Neusäß benötigen wir vollumfänglich, um 24 Klassen mit schulpflichtigen Asylbewerbern zu beschulen. In Gersthofen werden wir deshalb um die Errichtung einer teuren Containerschule als Übergangslösung nicht herumkommen.“ Spätestens jetzt räche sich, dass die neue Kreistagsmehrheit vom ursprünglich vereinbarten Zeitplan abgerückt ist. (pm/spr)
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