Ehrung für 60 Jahre SPD

Josef Schuler wurde für sein 60-jähriges Engagement in der SPD geehrt. Unser Bild zeigt ihn beim Erhalt der Ehrenbürgerwürde der Stadt Gersthofen vor zwei Jahren. Archivfoto: Siegfried P. Rupprecht

Die Gersthofer SPD-Ortsvereinsvorsitzende Janine Hendriks würdigte Josef Schuler für sein langjähriges Engagement in der Partei. Das Urgestein der Sozialdemokraten vor Ort feierte seine 60-jährige SPD-Mitgliedschaft. Dafür erhielt er im Rahmen einer kleinen Feierstunde Urkunde und Anstecknadel.

Die Verfolgung der Sozialdemokraten vor und während des Zweiten Weltkriegs, aber auch die Gräueltaten in den Arbeits- und Konzentrationslagern unter dem Regime der Nationalsozialsten hatten Josef Schuler betroffen gemacht und 1956 zur Mitgliedschaft in die SPD bewegt.
Parallel hinzu kam auch seine Kandidatur zu den Kommunalwahlen im damals nach selbstständigen Batzenhofen. „Willy Brandt und Helmut Schmidt waren später meine großen Vorbilder“, bekannte Schuler.
Josef Schuler ist Sozialdemokrat durch und durch. Diese Einstellung prägte ihn auch, sich schon in jungen Jahren für das Gemeinwohl einzusetzen. Er engagierte sich in der Vorstandschaft des Musikvereins Batzenhofen, später auch bei der Freiwilligen Feuerwehr, bei der er von 1966 bis 1991 die Geschicke des Vereins leitete. Er war Gründungsmitglied des CSC Batzenhofen-Hirblingen.
48 Jahre lang war er in der Kommunalpolitik tätig, zunächst von 1966 bis 1978 als Gemeinderat von Batzenhofen, dann von 1978 bis April 2014 als Stadtrat von Gersthofen. Als Stadtrat war Schuler politisch maßgeblich am wirtschaftlichen Aufschwung der Kommune beteiligt. Bis heute ist er Fürsprecher für die Belange der Ortsteile und deren Bewohner. Das hat ihn auch den Titel des „heimlichen Bürgermeisters von Batzenhofen“ eingebracht.
Josef Schuler ist der einzige lebende Ehrenbürger der Stadt Gersthofen. Diese Ehrung erhielt er 2014 „in dankbarer Würdigung der besonderen Verdienste um Gersthofen und der vielfältigen Unterstützungen örtlicher Belange“.
In der SPD hatte Schuler fast alle Vorstandsfunktionen inne. Bei Wahlkämpfen zählte er zu den fleißigsten Kandidaten und Helfern.

Geradlinig und hilfsbereit

Bei der Laudatio bezeichnete SPD-Ortschefin Janine Hendriks den Jubilar „als Vorbild für Treue zur Partei und für den Einsatz zur Wahrung der Demokratie“. Schuler habe sich stets mit Entschlusskraft, Geradlinigkeit und Hilfsbereitschaft für die Belange seines Heimatorts Batzenhofen und für den Erhalt der gewachsenen Dorfstrukturen eingesetzt.
Nach der offiziellen Würdigung tauschten die Sozialdemokraten in kleiner Runde – ihr gehörten neben Hendricks noch die frühere dritte Bürgermeisterin Gersthofens, Annegret Kirstein, SPD-Fraktionschef Peter Schönfelder und Landtagsabgeordneter Herbert Woerlein an - viele Erinnerungen aus. Dabei zeigte der 85-Jährige seinen Gästen voller Stolz sein Parteibuch. Dort fehlte keine einzige Beitragsmarke. Zudem hatte es vor vielen, vielen Jahren der frühere Bundesminister und Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, Herbert Wehner, mit seiner persönlichen Unterschrift aufgewertet.

Von Siegfried P. Rupprecht
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