Es fehlen Kindergartenplätze

Die W.I.R.-Stadtratsfraktion fordert die Überprüfung, ob das leerstehende Feuerwehrhaus in Hirblingen (Bild) nach entsprechendem Umbau als Einrichtung für eine Hort- und Mittagsbetreuung genutzt werden könne. Foto: Siegfried P. Rupprecht

In der letzten Sitzung des Gersthofer Stadtrats wurde auch das Problem fehlender Hort- und Mittagsbetreuungsplätze vor Ort thematisiert. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die Anmeldezahlen zu diesen Einrichtungen deutlich angestiegen. In der Kindergarten- und Schulverwaltung gehen wöchentlich neue Anmeldungen von zugezogenen Kindern ein. Im Fokus liegt hier insbesondere die Kernstadt.

Das Problem tut sich aber auch in den westlichen Ortsteilen der Stadt Gersthofen auf. Aus diesem Grund hat die W.I.R.-Stadtratsfraktion im Zusammenhang mit der Besprechung im Stadtrat den Antrag gestellt, weitere Einrichtungen in den dortigen Ortsteilen zu errichten.
Die Bevölkerung in den westlichen Stadtteilen hat zwischenzeitlich verdeutlicht, dass sich auch hier das Problem fehlender Kindergartenplätze auftue. Es gebe dort jetzt schon Eltern, die ihre Kinder in den Kindertagesstätten in Gablingen und Lützelburg untergebracht haben, so W.I.R.-Fraktionsvorsitzender Georg Brem.
Aus diesem Anlass beantragt die Fraktion die Errichtung einer weiteren Kindergartengruppe und die Neueinrichtung von Kinderkrippenplätzen.
„Weiterhin könnte die Hort- und Mittagsbetreuungssituation in der Kernstadt entschärft werden, wenn in die Planungen auch eine Hort- und Mittagsbetreuung im Westen mit einbezogen wird“, erklärt Brem im Antrag seiner Fraktion.

Neues Domizil beim Kindergarten Sankt Martin

W.I.R. schlägt deshalb vor, die Kindergartengruppe und die Krippe beim Kindergarten Sankt Martin in Batzenhofen einzurichten. Das nördliche Grundstück gegenüber dem jetzigen Kindergarten St. Martin verfüge über eine relativ große freie Fläche und könne sicher bebaut werden, resümiert Brem. Diese Fläche sei im Eigentum der Kirchstiftung Batzenhofen.
Nachdem die Kirchenstiftung höchstwahrscheinlich nicht über die entsprechenden Finanzmittel verfügt, schlägt die Fraktion vor, dass dieser Erweiterungsneubau durch die Stadt erfolge. „Das Grundstück könnte beispielsweise über Erbbaurecht zur Verfügung gestellt werden“, meint Brem im Antrag. Er fordert in diesem Zusammenhang, entsprechende Untersuchungen und Verhandlungen durchzuführen.

Leerstehendes Feuerwehrhaus nutzen

Weiter macht die Fraktion aufmerksam, dass für eine Hort- und Mittagsbetreuung ebenfalls Räume zur Verfügung gestellt werden müssen. „Die Schüler könnten mit dem Schulbus zu dieser Einrichtung gelangen und nachmittags dann von ihren Eltern dort abgeholt werden“, betont Brem und verweist auf das in Hirblingen leerstehende Feuerwehrhaus.
Die Fraktion regt daher die Überprüfung an, ob dieses Gebäude nach entsprechendem Umbau als Hort- und Mittagsbetreuungseinrichtung genutzt werden könne. Sollte dies nicht möglich sein, sei nach anderen Unterbringungsmöglichkeiten zu suchen, fordert Brem. (spr)
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