Es gibt vier Varianten für die Gersthofer Mozartschule

Die Mozartschule in Gersthofen soll zur gebundenen Ganztagsschule ausgebaut werden. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Die Mozartschule erhält einen Erweiterungsbau für den gebundenen Ganztagesunterricht mit Hort und Mittagsbetreuung. Der Bauausschuss will dazu mehr Details.

In der Mozartschule tut sich etwas. Gemäß Stadtratsbeschlüssen soll dort unverzüglich, wenn möglich bis September 2016, eine gebundene Ganztagsschule mit Hort und Mittagsbetreuung eingerichtet werden. Während derzeit Abstimmungsgespräche hinsichtlich Raumprogramm und schulaufsichtlicher Genehmigung mit der Regierung von Schwaben und dem Landratsamt stattfinden, verständigte sich der Bauausschuss des Stadtrats zwar auf die Notwendigkeit eines Anbaus, nicht aber auf eine Planungsvariante. Das Büro Behnisch Architekten hat im Vorfeld eine Studie zur möglichen Lage des Erweiterungsbaus auf dem Grundstück der Mozartschule ausgearbeitet. Dazu schlug es vier Möglichkeiten vor.

Die Variante 1 beinhaltet einen dreigeschossigen Solitärbau im hinteren Pausenhof. Variante 2a sieht einen zweigeschossigen Anbau an den Verwaltungstrakt vor. Dabei wird das Quergebäude, das ein Lehrer- sowie ein Klassenzimmer aufweist, abgebrochen und ersetzt.

Die Variante 2b hat sowohl den Abbruch des Verwaltungstrakts als auch des Querbaus zur Folge. Der Ersatzbau soll zweigeschossig errichtet werden.

Die letzte Variante plant einen dreigeschossigen Erweiterungsbau im Osten des Schulgeländes. Die Kosten der Varianten variieren zwischen rund 2,4 und drei Millionen Euro.

Aus Sicht der Bauverwaltung weist die Variante 2b die meisten Vorteile auf. Sie machte im Wesentlichen auf die damit verbundene neue Identität des Schulbaus, die bessere Übersichtlichkeit, die Vergrößerung der Pausenhoffläche und - bedingt durch den neuen Haupteingang - auf mehr Sicherheit aufmerksam.

Die Verwaltung nennt diese Planung städtebaulich als die "charmanteste Lösung". Für die Erweiterung zur Ganztagsschule sind übrigens keine Haushaltsmittel vorhanden. Diese Finanzen müssen erst außerplanmäßig zur Verfügung gestellt werden.


Gremium sieht keinen Zeitdruck


Weiter drängte die Bauverwaltung auf eine Grundsatzentscheidung. Diese sei für die Einreichung des Förderbescheids zum 30. September notwendig. Darauf aufbauend erfolge dann die Beauftragung der Planer.

Sollte der Antrag nicht bis zu diesem Zeitpunkt eingereicht werden können, verschiebe sich das Projekt um ein Jahr, ergänzte die Verwaltung. Die Mozartschule verfügt dann frühestens im September 2017 über den neuen Zweig. Eingerichtet werden muss der Ganztageszug allerdings erst 2018.

Und so sahen die Mitglieder des Bauausschuss auch keinen Zeitdruck. Ein Beschluss wurde nicht gefasst. Das Gremium forderte die Vorlage einer Planung sowie detailliertere Angaben.
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