Finanzfrage geklärt: Verein „Lebendige Innenstadt“ wird von der Stadt finanziell nicht im Stich gelassen

„kulturina“ – das heißt neben Kunst und Kulinarik drei Tage volles Programm auf drei Bühnen. Das sind rund 75 Stunden Live-Acts von Blasmusik über Soul und Jazz bis hin zu Pop und Rock. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Die Höhe der finanziellen Unterstützung für den Verein „Lebendige Innenstadt Gersthofen“ für die Durchführung der „kulturina“ im kommenden Jahr ist in trockenen Tüchern.

Zuletzt hatten die Macher der Freiluftveranstaltung kritisch die Berechnungen der städtischen Leistungen für das Spektakel rund um Rathaus und City-Center hinterfragt. Nach einer detaillierten Darstellung der Kosten der Stadt sei die Angelegenheit nun bereinigt, hieß es übereinstimmend.

Dazu beigetragen hatte ein gemeinsames Gespräch mit dem Verein und Bürgermeister Michael Wörle. Darin wurden alle Summen besprochen und nach Aussage der Beteiligten für die Zukunft eine vertrauensvolle Basis geschaffen. Die Diskrepanz des großen Preissprungs in den letzten Jahren sei durch eine „Missverständnis“ ausgelöst worden, urteilten beide Parteien. Die Stadt habe nämlich einmal nicht alle ihrer Leistungen vollständig aufgeschlüsselt.

Die Kommune hatte dem Verein für die heurige im August stattgefundene „kulturina“ für Arbeiten ihrerseits knapp 8000 Euro berechnet. Darin waren Leistungen von Seiten der Stadt und der Feuerwehr sowie die Platzreinigung beinhaltet. Von diesen Kosten übernahm die Stadt wiederum 4600 Euro. Darüber hinaus steuerte die Kommune den Veranstaltern für die Programmgestaltung einen Barzuschuss in Höhe von 15 000 Euro bei. Außerdem haftete die Stadt mit einer Ausfallbürgschaft von 5000 Euro. Diese wurde allerdings bislang nie benötigt.
Die „kulturina“ hatte 2011das in die Jahre gekommene „Bürgerfest“ des örtlichen Gewerbeverbands auf der Augsburger und Donauwörther Straße abgelöst. Seitdem schreibt das Großspektakel eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Die letzte dreitägige Veranstaltung hatte rund 40 000 Besucher angezogen. Der Gesamtetat lag bei circa 150 000 Euro.

Nachdem der Streit um die Kosten einvernehmlich beigelegt wurde, beschäftigte sich zuletzt der Kulturausschuss der Stadt nochmals mit der Zuschussregelung. Nun sattelten die Stadträte einstimmig sogar noch eine finanzielle Hilfe für den Verein drauf.

Für die „kulturina“ 2016 fließen demzufolge 15 000 Euro direkt sowie ein Barzuschuss von 6000 Euro. Zudem gibt es quasi einen „Gutschein“ in Höhe von 10 000 Euro für städtische Leistungen.
Sollte sich der Bedarf an städtischen Leistungen allerdings weiter ausbauen, so sind alle weiteren städtischen Kosten oberhalb der 10 000-Euro-Zuschusssumme vom Verein in tatsächlicher Höhe zu übernehmen. (spr)
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