Freizeitspaß ist gesichert

Erfreuliche Nachricht für alle Kufenflitzer: Die Stadt Gersthofen nimmt ihr Vorkaufsrecht war und erwirbt die Schlittschuhbahn, die zuletzt wieder von tausenden von Besuchern frequentiert wurde. Die Mitglieder des Stadtrats votierten einstimmig für den Kauf.

Mit dieser Entscheidung können die Schlittschuhfans auch in den kommenden Jahren auf dem Rathausplatz wieder ihre Runden drehen.
Die Eislauffläche hat in Gersthofen eine langjährige Tradition. Angefangen hatte es im November 2000. Damals hieß der Freizeitspaß „Wintertraum“. Der Betreiber des damals rund 450 Quadratmeter großen Areals auf dem großen Rathausplatz war die Image.de Event und Medien Agentur mit ihrem Geschäftsführer Werner G. Lengenfelder. Sie zählte pro Saison zwischen 25.000 und 30.000 Besucher.

Aus wegen hoher Energiekosten

Das Kufenvergnügen wurde kontinuierlich bis Ende Januar 2011 durchgeführt. Doch dann war Schluss. Der Stadtrat hatte die Reißleine gezogen. Grund dafür waren die hohen Ausgaben. Die Stadt musste allein in der letzten „Wintertraum“-Saison rund 100.000 Euro an Energiekosten berappen. Die Eislaufbahn benötigte nämlich insgesamt sieben Kühlaggregate, um das Eis kalt zu halten, und das bei steigenden Energiekosten.
Doch die Eislaufbahn lebte im Herzen der Bevölkerung weiter. In verschiedenen Bürgerumfragen wurde sowohl bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Familien immer wieder der Wunsch nach einer Neuauflage geäußert.

Bürgerwunsch nachgekommen

Schließlich leitete der Finanzausschuss des Stadtrats mit knapper Mehrheit einen Neuanfang der Bahn für 2015/2016 in die Wege. Das Projekt sollte nicht nur dem Wunsch vieler Bürger gerecht werden, sondern auch der Zentrumsbelebung dienen. Allerdings mit der Auflage, dass der Freizeitspaß pro Saison nicht mehr als 65.000 Euro kosten dürfe.
Und noch einen gravierenden Unterschied wies das neue Kufenvergnügen auf. Es handelte sich nicht mehr um eine Eisbahn im herkömmlichen Sinn, sondern um eine Fläche aus speziellen Kunststoffplatten. Das hieß: Sie kam ohne Wasser und Strom aus, also ohne Kühlaggregate.
An die hohen Besucherzahlen der Vergangenheit kam die neue Schlittschuhfläche in der jetzigen Saison jedoch nicht heran. Dies sei heuer dem wenig winterlichem Wetter geschuldet, hieß es.
Betreiber der neuen Kunststoffbahn war Philipp Schleef, der auch den Weihnachtsmarkt „Winterglühen“ organisiert. Er soll für die Bahn auch im Winter 2016/2017 verantwortlich sein. (spr)
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