Gersthofer Großprojekt nimmt Fahrt auf

So soll die neue Mittelschule, deren Fertigstellung für Ende 2018 geplant ist, einmal aussehen. Foto: Siegfried P. Rupprecht
An der neuen Gersthofer Sporthalle wird kräftig gebaut. Nach dem Abriss der alten Turnhalle wird voraussichtlich im Oktober mit dem Neubau des Schulhauses begonnen.

Die teuerste Baumaßnahme in der Geschichte der Stadt Gersthofen - die Mittelschule mit Dreifachsporthalle und Tribünenanlage sowie Außensportflächen und Räumlichkeiten für die örtlichen Musikvereine - geht Schritt für Schritt voran. Der erste Bauabschnitt neigt sich langsam dem Ende zu. Voraussichtlich Ende des Jahres können die Schüler bereits die neue Turnhalle benutzen. Derzeit wird das alte Sportgebäude abgerissen.

Die somit freigewordene Grundstücksfläche steht dann für den Schulneubau zur Verfügung. Anschließend erfolgt der Abriss des alten Schulgebäudes. Die gesamte Baumaßnahme schlägt mit rund 32 Millionen Euro zu Buche und soll Ende 2018 fertiggestellt sein.

Mit dem Bau setzt die Stadt ein wichtiges Zeichen für die Bildung. Das jetzige Schulgebäude und die Turnhalle wurden im Juli 1973 eingeweiht. Mittlerweile entsprechen sie nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der anfängliche Sanierungswille wurde schnell aufgegeben nachdem feststand, dass ein Neubau nicht wesentlich teurer kommen würde. Dies und die dann immer noch hohen Energiekosten der alten Schule erleichterten die Entscheidung für einen Neuprojektierung.

Die Stadt lobte deshalb im Frühjahr 2012 einen Architektenwettbewerb aus. Den hat das Münchner Architektenbüro Behnisch für sich entschieden.

Auch für größere Veranstaltungen


Beim jetzigen ersten Bauabschnitt wurde die Dreifachturnhalle in Angriff genommen. Der Bau ist 700 Quadratmeter größer als die alte Halle. Er erhält eine Zuschauertribüne und Bewirtungsmöglichkeiten. Damit können dort auch problemlos größere Veranstaltungen ausgetragen werden. Die Halle steht zudem Ortsvereinen zur Verfügung. Das neue Gebäude ordnet sich im südlichen Bereich des Grundstücks an, in räumlicher Nähe zu den vorhandenen Sportfeldern auf der anderen Seite der Schubertstraße und zur bestehenden Sporthalle des Gymnasiums.

Bald neuer Bauabschnitt


Auf der nach dem Abriss der alten Turnhalle freien Fläche entsteht als nächster Bauabschnitt das neue Schulgebäude. Nach der Baustelleneinrichtung wird das Projekt - wenn alles nach Plan läuft - im Oktober in Angriff genommen.

Hier steht im Mittelpunkt ein frei geformter, zweigeschossig kompakter Baukörper, der über den Gebäudeflügeln liegt und das Zentrum definiert. Durch die ringförmige Anordnung der Klassenzimmer um die Aula entsteht eine typische und unverwechselbare Gestalt, die - so die Architekten - "den Gedanken der Schulgemeinschaft stärken solle". Im Untergeschoss wird die Cafeteria des Ganztagsschulbetriebs eingerichtet. Ziel des Klima- und Energiekonzepts ist es, für Lehrer und Schüler optimale Tageslicht- und Frischluftversorgung zu gewährleisten und gleichzeitig einen hohen visuellen, thermischen und akustischen Komfort zu bieten.

Auch im Außenbereich ist Wohlfühlen angesagt. Auf der Ostseite entstehen beispielsweise der Vorplatz sowie der Pausenhofbereich mit grünen Ruheinseln und einer zentralen Spielinsel, die mit multifunktionalen Drehscheiben und Hängematten ausgestattet ist. Weiter laden Sitzblöcke zum Ausruhen ein.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.