Gunst der Stunde nutzen

Wenn es nach der Gersthofer Stadtratsfraktion der Freien Wähler geht, dann soll das Jugendzentrum (Bild) in die Räume des jetzigen Kindergartens „Blumenwiese“ an der Schubertstraße umziehen. Für Letzteren sehen die Stadträte das ehemalige Pfarrhaus an der Johannesstraße vor. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Die Stadtratsfraktion der Freien Wähler (FW) hat für das bisherige Pfarrhaus an der Johannesstraße Großes vor. Sie stellt den Antrag auf Überprüfung, ob das Gebäude in eine Kindertagesstätte umgebaut werden könne. Alternativ können sich die Parteifreien dort auch den Umzug des Kindergartens „Blumenwiese“, der bisher an der Schubertstraße untergebracht ist, vorstellen. Im Gegenzug regen die FW-Fraktion an, das „Blumenwiese“-Bauwerk als neues Jugendzentrum zu nutzen.

Die Kirchenverwaltung von Maria, Königin des Friedens hatte beschlossen, das ehemalige Pfarrhaus in der Johannesstraße der Stadt Gersthofen zur Verfügung zu stellen (wir berichteten). Diese beabsichtigt eine langfristige Nutzung, für die auch eine längere Vorlaufzeit notwendig ist. Deshalb überließ die Kirchenverwaltung der Stadt die Räume des Pfarrhauses zunächst für die Dauer von einem Jahr als Kleiderkammer für Asylbewerber.
Dritter Bürgermeister und FW-Ortsvorsitzender Reinhold Dempf plädiert nun in einer Pressemitteilung für ein „schnelles und überlegtes Handeln“. Es wäre optimal, wenn es endlich gelingen würde, Einrichtungen für Jugendliche zu zentralisieren, heißt es darin.

Juze frei für Ortsvereine

Fraktionsführer Bernhard Happacher geht einen weiteren Schritt. Er fordert auch eine Überprüfung eines eventuellen Einzugs in die freiwerdenden Räume des bisherigen Jugendzentrums an der Donauwörther Straße für örtliche Vereine. Als Beispiel dafür nennt er den Verein Deutsche Jugend in Europas (DJO), die durch einen Brand ihr Vereinsheim verloren hat.
Stadträtin Brigitte Grohmann appelliert, alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu nützen, um „die optimalste Bereitstellung von Kita-Plätzen für die Zukunft sicher zu stellen“. Dabei spricht sie mit einer Kita im ehemaligen Pfarrhaus neben der bestehenden Kita St. Elisabeth und der Familienstation auch Synergieeffekte an. „Das Pfarrhaus befindet sich in zentraler Lage und hat einen großen Garten, alles gute Voraussetzungen für eine Kita“, betont Grohmann.

Guter Standort

Stadträtin Barbara Lamprecht begrüßt wiederum den Einzug des Jugendzentrums ins Gebäude „Blumenwiese“. Es läge in unmittelbarer Nähe zu drei großen Schulen, hätte also die „Kunden“ direkt vor der Haustüre, meint sie. „Die geplante Skate- und Bikerbahn, ein großer Sportplatz und eine gute Busanbindung sprechen zusätzlich für diesen Standort.“
Herbert Lenz macht darauf aufmerksam, dass der bisherige Pfarrhof dem Freiwilligenzentrum übergangsweise als Kleiderkammer zur Verfügung gestellt wurde. Die Stadtverwaltung solle deshalb überprüfen, wo dafür geeignete Räume angeboten werden können. (spr/pm)
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