Ja zum Bürgerbegehren: Strasser-Villa in Gersthofen bleibt erhalten

Der Vorsitzende der Gersthofer Stadtratsfraktion SPD/Die Grünen, Peter Schönfelder (Bild), geht mit den Fraktionen von CSU und W.I.R. hart ins Gericht. Grund dafür ist deren Ablehnung eines Ratsbegehrens. Foto: privat

Die Bürgerinitiative „Werte erhalten, Neues gestalten“ erhält unter anderem Rückendeckung von der Gersthofer Stadtratsfraktion SPD/Die Grünen. In einem Schreiben an die Initiative begrüßt sie das von ihr angestrebte Bürgerbegehren, das den Erhalt der Strasser-Villa an der Bahnhofstraße fordert.

Die Bürgerschaft stelle für die Fraktion den Souverän dar, der über diese weit in die nächsten Generationen reichende Frage über Abriss oder Erhalt des historischen Gebäudes eine Entscheidung zu treffen hat, verdeutlicht Fraktionsvorsitzender Peter Schönfelder.
SPD/Die Grünen gehörten bei der letzten Stadtratssitzung zu den Antragstellern, die sich für ein Ratsbegehren in Sachen Strasser-Villa stark gemacht hatten. Der von ihnen mitgestellte Antrag wurde jedoch bei Stimmengleichheit von 14 zu 14 abgelehnt.

„Allianz der Macht“

Auf Seiten der „Ablehner“ habe sich eine Allianz geschmiedet, die politisch nicht zu erklären ist, aber nur der Macht wegen eine Einheit bildet, übt Schönfelder in dem Schreiben Kritik.
Dabei gesteht der Fraktionschef dem vom Investor vorgelegten Vorschlag, der sogenannten „Variante C“, durchaus Potenzial zu. Dieses Konzept komme den Vorstellungen vieler Stadtratsmitglieder sehr nahem, meint er. Dies sei auch im Abstimmungsergebnis von 22 zu 6 Stimmen ersichtlich gewesen. Die Gegenstimmen kamen von Klaus Greiner und Christian Miller (beide SPD), Barbara Lamprecht (Freie Wähler) sowie Albert Kaps und Julia Romankiewcz-Döll (beide Pro Gersthofen).
Ob aber diese Variante überhaupt in der Gesamtheit der Überlegungen weiter diskutiert werden könne, wollte die Fraktion SPD/Die Grünen von einem Ratsbegehren abhängig machen, so Schönfelder weiter. Mit diesem Ratsbegehren hätten die Gersthofer Bürger über das Schicksal der Strasser-Villa entscheiden sollen.

Einfache Fragestellung gefordert

Schönfelder hält es für anmaßend, „wenn auf sechs Jahre gewählte Stadträte glauben das Recht zu haben, mit der knappsten Mehrheit über Gersthofens Zukunft an dieser das Zentrum prägenden Angelegenheit Stärke beweisen zu müssen“.
SPD/Die Grünen bitten die Bürgerinitiative, für ihr Bürgerbegehren eine Fragestellung zu finden, die relativ einfach das Schicksal der Strasser-Villa aufgreife. Die entscheidende Frage sei „Erhalt ja oder nein“. (spr)
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.