Jetzt externe Kostenplanung

Aus dem Gersthofer Ortsteil Hirblingen sollen noch mehr Autos als bisher aus herausgehalten werden. Foto: Siegfried P. Rupprecht

In Hirblingen sollen noch mehr Durchgangsfahrzeuge aus dem Ortsteil herausgehalten werden. Eine geänderte Verkehrsführung am Kreuzungspunkt wäre die Lösung.

Die Verkehrsführung am Kreuzungspunkt Wertinger Straße und Gablinger Straße im Gersthofer Ortsteil Hirblingen ist seit langer Zeit ein Thema. So kommt von Hirblinger Bürgern immer wieder Kritik über zu viele Durchgangsfahrer. Die jüngste Sitzung des Bauausschusses der Stadt Gersthofen hatte sich dieser Sache nun wieder angenommen.

Blick zurück: Bereits im Hauptausschuss vom Januar 2013 wurde beschlossen, am Kreuzungspunkt die Vorfahrt zu ändern. Demnach soll künftig der Verkehr auf der Gablinger Straße in Richtung Umgehung und umgekehrt vorfahrtsberechtigt sein.

Darüber hinaus wurde im vergangenen Jahr von den Stadträten aus Hirblingen bei der Stadtverwaltung ein weiterer Vorschlag zur Verkehrsberuhigung eingereicht. Dieser beinhaltete eine zusätzliche Abänderung der Verkehrsführung in der Verlängerung des Knotenpunkts.

Es folgten eine kennzeichenbasierte Verkehrszählung und die Einholung einer Stellungnahme des TÜV Rheinland. Dabei sah der TÜV in seiner Ausarbeitung eine tatsächliche Verbesserung der Verkehrslage. Und zwar dann, wenn die Gablinger Straße direkt und geradlinig auf die Umgehung führen und anschließend der bisherige Anschluss zurückgebaut werden würde. Erkannt wurde auch, dass durch die engen Radien und die geringen Verkehrsflächen der bisherigen Verkehrsführung eine Nutzung durch Lastzüge in beide Richtungen nur eingeschränkt nutzbar sei.

Die neue Variante würde zudem noch weitere Pluspunkte bescheren, nämlich den Anforderungen des Schwerlastverkehrs gerecht werden und Durchgangsverkehr in der Ortsdurchfahrt vermeiden. Letzteres Ziel würde wiederum den Beschwerden der Hirblinger entgegenkommen.

Im "Arbeitskreis Verkehr" wurde im April dieses Jahres einstimmig dafür votiert, die Änderung des Knotenpunkts in Form der Verlängerung der Gablinger Straße zur Umgehungsstraße voranzutreiben.

Das Stadtbauamt nahm daraufhin das Staatliche Bauamt mit ins Boot. Das Gespräch ergab die grundsätzliche Machbarkeit des Projekts. Klar verdeutlicht wurde allerdings auch das schlechte Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen des Anschlusses.

Positiv fiel die straßenrechtliche Beurteilung aus: Die Verlegung des gesamten Astes stelle eine Lösung nach den Richtlinien für die Anlage von Landstraßen dar und sei entsprechend zu planen. Auswirkungen bezüglich der vorhergegangenen Kommunalen Sonderbaulast für die Herstellung der Ortsumgehung Hirblingen wurden nicht gesehen. Die Kosten für die neue Verkehrsführung würden zu Lasten der Stadt Gersthofen gehen.

Insgesamt war das Staatliche Bauamt aufgrund der Fragen der Nachhaltigkeit von noch recht jungen Planungen und der öffentlichen Wirkung der schnellen Änderung jedoch wenig begeistert. Die Ernsthaftigkeit öffentlich-rechtlicher Planungen könne damit angezweifelt werden, hieß es.

Nach einer vorläufigen Kostenschätzung durch das Tiefbauamt ist mit Bau- und Rückbaukosten in Höhe von mehreren hunderttausend Euro zu rechnen. Das gab den Mitgliedern des Bauausschusses zu denken. Auf der Suche nach dem perfekten Anschluss soll nun eine externe Kostenplanung erstellt werden.
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