Josef Dick wiedergewählt

Josef Dick (Mitte) aus Gersthofen wurde wieder zum Vorsitzenden des BBB-Kreisausschusses Augsburg gewählt. Weiter auf dem Bild: (von links) Franz Miller, Personalratsvorsitzender des Landratsamts Augsburg, und Landrat Michael Sailer. Foto: privat

DISKUSSION / Beamtenbund-Kreisausschuss befasst sich mit der Flüchtlingskrise. Finanzielle Lasten nicht auf Kosten des öffentlichen Dienstes, so Dick.

Nichts Neues auf der Kommandobrücke des Augsburger Kreisausschusses des Bayerischen Beamtenbunds (BBB): Der in Gersthofen beheimatete Josef Dick wurde erneut als Vorsitzender bestätigt. Das Votum dafür fiel einstimmig aus.
Bei der Diskussion stand die Situation der Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes, insbesondere unter dem Einfluss der aktuellen Flüchtlingskrise, im Mittelpunkt. Viele Kollegen seien in diesem Zusammenhang bereits jetzt über der Grenze ihrer Belastungsfähigkeit angelangt, so Dick zu Landrat Martin Sailer.
Dieser erläuterte den anwesenden Vertretern der Beschäftigten unter anderem aus der Regierung von Schwaben, dem Landratsamt, den Kommunen, der Polizei, Justiz und Lehrerschaft sowie den Finanzbehörden, dass es dauere, bis die neu eingestellten Kräfte die notwendige Ausbildung durchlaufen haben und eingesetzt werden können.
Bis dahin ginge es nur mit der Unterstützung von vielen freiwilligen Helfern, die gar nicht hoch genug gewürdigt werden kann, so Sailer weiter. Der Landrat berichtete auch über die langfristige Schließung der Turnhalle der Realschule Neusäß für den Schulsport. Er sei selbst als Leiter des Landratsamts weisungsgebunden und müsse dafür Sorge tragen, dass dort weitere 200 Asylbewerber unterkommen können.
Grundordnung um- und durchsetzen
BBB-Kreischef Josef Dick kündigte an, dass der Kreisausschuss einige Anträge zu diesem Thema an den bevorstehenden Delegiertentag stellen werde. „Die großen finanziellen Lasten der Asyl- und Flüchtlingskrise sollen nicht dem öffentlichen Dienst aufgebürdet werden, der sich jetzt schon über die Maßen einsetzt und bei der Bewältigung mithilft“, verdeutlichte Dick. Stattdessen müsse der öffentliche Dienst personell, organisatorisch und finanziell gestärkt werden, um weiter die demokratische Grundordnung um- und durchsetzen zu können.
Gleichberechtigung ein wichtiges Gut
Wichtig sei hier aber besonders die Unterstützung und Rückendeckung durch die vorgesetzten Behörden, der Politik und der Medien, meinte Dick. Die Gleichberechtigung und der Respekt insbesondere der Frauen bei der Polizei, der Justiz und im Kommunal- und Lehrerbereich dürfen nicht einer anderen Religion oder den Bräuchen anderer Kulturen geopfert werden. (spr/pm)
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.